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Herzlich Willkommen!

 

Schön, dass Ihr uns gefunden habt

Herzlich willkommen auf der Homepage von Sibylla und Volker Teuke – endlich wieder. Nachdem die Seite vor einiger Zeit gehackt und zum Spamversand benutzt wurde, sind wir wieder online und setzten die Touren wieder alle auf die Seite und auch wieder neue Touren. Noch ist noch nicht alles wiederhergestellt, aber wir sind dran.

 

Wir sind begeisterte Motorradfahrer und haben schon viele Touren im näheren und weiteren Alpenraum unternommen. Die meisten Touren natürlich auf befestigten Straßen, aber auch einige auf Schotterpisten. Wir sind alle Touren mit Reiseenduros gefahren – bis 2009 mit einer Africa Twin und BMW 1100GS, seither mit zwei BMW 1150GS. Die meisten Bilder der Touren vor 2005/2006 stammen noch aus dem „vordigitalen“ Zeitalter, sind also gescannt und damit qualitativ nicht ganz so toll.

 

Zur Tourenvorbereitung benutzen wir gängiges Kartenmaterial, zum Auffinden kleinerer Straßen und Routen vor Ort sind die Kompass-Wanderkarten sehr hilfreich, da darauf viele kleinere befahrbare Straßen eingezeichnet sind, die man sonst nicht fände. Wir nutzen das Garmin Zumo 660 Navigationsgerät, meistens allerdings nur zur Aufzeichnung der Routen.

Die Karten zum Download dienen mehr zur Übersicht und Anregung, selbst auf Tour zu gehen.  Die weit über 100 Touren werden wir nach und nach auf der Seite posten, also schaut gelegentlich wieder vorbei. Wenn Ihr über neue Touren informiert werden wollt, einfach in die Liste eintragen, dann verpasst Ihr nichts.

 

 

M37 Auvergne – Westalpen – 7 Tage

 

02.07.

Abfahrt 08.30 Uhr, an Ravoire 20.00 Uhr über Garmisch – Fernpass – Engadin – Albulapass – Vorderrhein – Disentis – Oberalbpass – Furkapass – Rhonetal – Martigny/Ravoire . Abfahrt nach einem Regentag (nach 7 Wochen schönstem Wetter) bei Sonnenschein bis Fernpass. Hier Nebel und kalt, wurde aber vor Landeck wieder besser, Tankpause in Pfunds. Weiter durchs Engadin, wie immer wunderschöne Landschaft. Noch schöner war es am Albula: oben sehr steinig, starke Erosion, abwärts teilweise sehr liebliche Landschaft mit ganz großen Felsbrocken, kleinen Bäumchen und Blümchen. Haben die Strecke zum Rhein gut gefunden und kamen zügig voran. Leider bewölkte es sich und es regnete etwas zum Oberalbpass hinauf. Wir fuhren dem Regen wohl vorweg. Weiter über Andermatt zum Furkapass. Oben war es sehr kalt und wir machten nur kurz Pause. Etwas mehr Wasser am Rhonegletscher als beim letzten mal. Weiter ins Rhonetal, da war es zwar verkehrsmäßig übel, aber wenigstens warm. Beim Tanken in Sierre vom Tankwart etwas übers Ohr gehauen, Luxusbenzin! Ankunft in Ravoire am Col de la Forclaz im Hotel Ravoire um 20.00 Uhr, es fängt an zu regnen. Schönes Zimmer mit Aussicht übers Rhonetal, noch Pizza gegessen und bald schlafen.

567km

 

03.07.

Ravoire – Chamonix – Mégève – Annecy – Lyon – Gorges de Loire – Volvic. 09.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Abfahrt bei Regen, leider. Von der ganzen Gegend nichts gesehen, und wir konnten nur langsam fahren, kamen also nicht vorwärts. Waren Mittags erst kurz vor Annecy. Es hat aufgehört zu regnen und es ist warm. Aus Zeitgründen sind wir dann auf die Autobahn, man kommt doch besser vorwärts. Noch einen kleinen Abstecher in die Loireschlucht, da war es recht warm. Wieder kurz Regen auf der Autobahn, dann trocken und vor Volvic wieder Regen. Vivette und Laurent freuen sich sehr über unseren Besuch, nur leider war die Unterhaltung recht mühsam, denn für alles, was über Alltägliches hinausgeht, fehlen einfach zu viele Vokabeln. Sind recht bald ins Bett. Wir bewohnen das Schlafzimmer, unsere Gastgeber das Gästezimmer. (Geretsried – Volvic 1078km)

511km

 

04.07.

Miserabel geschlafen, das Bett war einfach zu hart, um 09.30 aufgestanden. Etwas Konversation mit Vivette, um 11.00 Uhr dann mit ihr nach Riom. Es ist eine sehr schöne alte Stadt. Sie hat uns ein herumgeführt, ich habe mir Blasen gelaufen. Das Wetter ist durchwachsen – Sonne – Wolken – Wind und es regnet nicht. Wir wollen jetzt noch ein bisschen mit dem Motorrad herumfahren. Einmal um den Puy de Dome, kleine Straßen, 3 Stunden, 88km. Wetter durchwachsen, angenehm, nicht gefroren, nicht geschwitzt. Kleine Straßen, oft plötzlich Split in den Kurven, viel Wald, ländlich.

88km

 

05.07.

Tour durch die Auvergne: Pontgibaud – Rochefort Montagne – Roche Tuileriere (Kuh) – Lac de Guery – Le Mont Dore – Roc Courlande – Super Besse – Besse – Lac de Bordonse – Gorges de Courgail – Besse – Le Mont Dore (super Strasse und Kurven) – Lac de Guery – Orcival –Volvic. 260km Wetter soweit ok. Hinter Roche Tuilerie lief eine Kuh auf der Straße, ich kam noch vorbei, aber vor Volker lief sie auf der Straße hin und her, bis sie wieder den Weg auf die Weide fand. Volker war es etwas kalt, eine eher seltene Erscheinung. Zurück bei der Verwandtschaft weitere mühsame Unterhaltung. Haben gegrillt und in der Idylle Eichhörnchen beobachtet, die immer wieder über die Hausmauer liefen. Morgen fahren wir wieder. Schade einerseits, aber wir können in dem Bett einfach nicht mehr liegen.

 

06.07.

Um ca. 10.15. Uhr losgefahren. Tankversuch bei Leclerc ergebnislos, Karten hier nicht gültig. Weiter zur Autobahn und dort getankt. Trotz Ferienanfang in Frankreich eher wenig Verkehr. Gut vorwärts gekommen, Pause 13.00 Uhr nach Lyon, Parkplatz voll und nicht schön. 2 Plätze weiter war alles leer und eine gute Sitzgelegenheit. An Grenoble ca. 16.00 Uhr, weiter Richtung Col du Lautaret und Col du Galibier. Ziemlich viel Verkehr. Nach Fotopause musste man wieder alle überholen. Der Col du Galibier überfüllt, Landschaft traumhaft. Viele Radfahrer und Begleitfahrzeuge. In Valloire irgendeine Quadveranstaltung, furchtbar! Entsetzlich viele Menschen, einer hätte mich mit seinem Quad rückwärtsfahrend fast gerammt. BMW hat fast kein Öl mehr, Luxusöl gekauft an Tankstelle, die, wohl wegen der Veranstaltung, auch sündhaft teueres Benzin hatte.Weiter zum Col du Telegraph, schöne Kurven, weiter Lanslebourg – Bonneval s. Arc – Col d’Iseran – wieder wunderschön zu fahren und zu schauen. Langsam wurde es spät, wir mussten oft gegen die Sonne fahren. Kein Quartier in Bourg St. Maurice, Logis de France Hotel geschlossen, Hotel Bellevue an der Auffahrt zum Kleinen St. Berhardpass (auch L.d.F.) war offen. 39.-€HPpP. Sehr alt, Zimmer neu renoviert (allerdings eher niedriger Standard), Essen super, sehr nette Wirtin. Der Fußboden des Restaurants war, wohl dem Alter des Hauses entsprechend etwas bergab geneigt, aber der Ausblick vom Tisch war wunderschön. Auch der Blick vom Zimmer auf Bourg St. Maurice und über das Tal – einmalig. Das Hotel trägt den Namen völlig zurecht. Und das Essen ist, wie immer in den L.d.F. Hotels besser, als die Zimmer. Suchen noch nach Heimfahrtroute.

575km

 

07.07.

Abfahrt 09.30 Uhr – Ankunft zu Hause 0.10Uhr nach 775km.

Abfahrt rechtzeitig geklappt, da wir frühzeitig aufgestanden sind, weil wir sowieso kaum geschlafen haben (wie die ganzen Nächte vorher auch). Wir waren noch vor (!) der ausgemachten Frühstückszeit unten, was uns gewöhnlich nicht passiert. Das übliche reichhaltige Marmeladenfrühstück war schnell verspeist. Gepackt, und vor der Abfahrt noch mit dem Besitzer der Touratech-BMW geredet. Die waren seit 3 Wochen unterwegs, hauptsächlich in den Pyrenäen. Auch noch eine Traumtour für uns. Der Kleine St. Bernhard war sehr schön zu fahren und auch landschaftlich hübsch mit viel Grün. Abfahrt ging auch gut, ab Pre St. Didier sind wir ins Aostatal. Die Landstrasse war ätzend, ähnlich wie die Strecke durch das Rhonetal: Überholverbote, Geschwindigkeitsbeschränkungen, hässliche Vororte/Industriebetriebe, man kommt nicht vorwärts und schwitzt. Kurzer Abstecher ab Chatillion ins Valtournenche nach Breuil/Cervinia, h.u.z. 50 km. Mittagspause bei schönstem Wetter und herrlichem Panorama. Nur das Matterhorn hat einen Hut! Und der ging auch die ganze Zeit nicht weg. Mussten dann doch wieder weiter. Im Aostatal dann auf die Autobahn, starker Wind. Recht warm. Sind gefahren bis Verbania am Lago Maggiore. Viel Verkehr, ständig nur 60km/h. ½ Std. bei Ghiffa am Strand gesessen und dann weiter. Sehr schön da, Baden wäre toll gewesen. Aber wir waren schon spät dran (16.00Uhr). Haben in Ascona und Locarno verkehrstechnisch viel Zeit verloren, noch schlimmer war es in Bellinzona. Absoluter Horror. Baustellen, Stau, keine Chance, an den Autos vorbeizukommen. Ziemlich heiß, wir haben Durst. Das nächste mal gibt es eine Vignette und die Städte werden umfahren. Endlich auf der Straße zum San Bernardino. Es sieht nach Regen aus, aber der war vor uns da und hat uns nicht mehr erwischt, doch die Straße war noch nass und wir mussten langsam fahren. Viele Wasserfälle im Tal. Schöne Passstrasse. Keine Kioske oder Tankstellen, wo wir Wasser hätten kaufen können, habe seit Mittag nichts mehr getrunken, war fast am verdursten. Um ca. 18.30 Uhr waren wir auf der Passhöhe des San Bernardino, leider keine Zeit zum Aufenthalt. Abfahrt ins Hochtal (Autobahn), noch sehr schöne Kurven, danach nur noch ab-auf-rüber-kreuz und quer bis zur Rofla-Schlucht. Eine sehr gewöhnungsbedürftige Verkehrsführung, sehr verwirrend, da es keine logische Streckenführung war. Es ging immer ganz plötzlich in Haken nach links oder rechts, obwohl es nach geradeaus ausgesehen hatte. Eine dieser Ecken habe ich auch bremstechnisch nicht mehr geschafft und bin in der Wiese gelandet. Nix passiert, nur sehr erschrocken. Durst, Kopfweh, kaputt. Trotzdem weiter, wollen heim, allerdings, wenn es nicht mehr gegangen wäre, hätten wir noch mal übernachtet. Weiter durch die Rofla-Schlucht nach Thusis – Tiefencastel – Davos. Pause und endlich Wasser gekauft. Haben hier beschlossen, nicht mehr zu übernachten und stattdessen nach Hause zu fahren, eigentlich ist es ja von Davos nicht so weit. Noch etwas dicker angezogen, da es langsam dunkel und kühl wurde, um 20.40 Uhr weiter zum Flüelapass. Das späte Fahren hatte den Vorteil, dass fast nichts mehr los war und man die Pässe ideal fahren konnte. Im Engadin gab es dann auch noch eine Umleitung, die Hauptstraße durch das Engadin war gesperrt und wir mussten über die (durchaus schönen und sehr sehenswerten)Dörfer am Berg– Ftan, Zuoz, dies hat auch noch etwas gedauert. In Prutz nochmal getankt und weiter. Bald war es kalt und finster. Und der Hintern schmerzte, aber wir wollten heim. Es lief gut, und die Aussicht auf das eigene Bett war doch zu verlockend, hatten wir doch schon seit 5 Nächten nicht mehr richtig geschlafen. 2 Füchse und 1 Reh kreuzten unseren Weg – der Nachteil, wenn man bei Dunkelheit unterwegs ist. Fernpass ohne Autos – fast langweilig. Der Vorteil: man braucht von Prutz bis Geretsried nur 1 ½ Stunden! Durchgefroren, steif und müde um 0.10 angekommen. Noch ein Weißbier und hinlegen – traumhaft. Trotzdem ist es eine sehr schöne Tour gewesen, sowohl Auvergne, als auch die Alpenfahrt.

Tagesetappe: 775km, hauptsächlich Landstraße, durchaus anstrengend.

Gesamtstrecke: 2777km

 

M18 Große Alpentour/Westalpen – Hotels

 

Etappe Ort Übernachtung
Etappe1, Anreise Garmisch-Fernpass-Engadin-Flüela – Vorderrheinca.300 km Disentis Hotel Alpsu, direkt am Anfang der Oberalpstrasse. Gutes Essen, schöne Zimmer, Motorrad im abgeschlossenen Schuppen, Tel. 0041-81-9475117www.hotelalpsu.ch
Etappe 2, Disentis-Oberalppass-Nufenen-Furka-Rhonetal-MartignyGr. St. Bernhard-Aosta –Kl. St. Bernhard, ca. 441 km Passstrasse vom/zum Kl. St. Bernhard Hotel Le Solaret in Montvalezan,La Rosiére 1850, 0033-479-068047 oder Hotel Belvédère nur wenige Kilometer weiter oberhalb von Séez, 0033-479-068300, www.hotel-belvedere-fr.com (Logis de France). Schöne Aussicht von beiden Orten, Motorrad im Freien
Etappe 3, Seez – Col de Iseran– Lanslebourg Mt. Cenis – Col du Mont Cenis – Susa– Briancon, ca. 211 km

 

Historische Altstadt von Briancon Auberge de la Paix, Cite Vaubon, 3 Rue Porte Meane, Tel. 0066-492-213743, Motorrad ca 50m entfernt an der Stadtmauer im Freien, man bekommt vom Hotel einen Schlüssel, um hinter die Betonpfosten der Absperrung gelangen, www.auberge-de-la-paix.com
Etappe 6, Briancon – Col d’Izoard – Guillestre – Col de Vars – Barcelonette – Col de Cayolle – St. Martin d’Entraunes – Guillaume, ca. 231 km Guillaumes Hotel Les Chaudron, Place de Provence, 0033-493-055001, direkt an der Hauptstrasse im Ort, Motorräder im Hof im Schuppen,

 

Etappe 8, Guillaume – Gorges de Daluis –St. Julien de Verdon – Castellane – Point Sublime, ca. 120 km Point Sublime Auberge du Point Sublime, Rougon, direkt an der Strasse am Aussichtspunkt Point Sublime (Logis de France), Motorrad im Hof im Freien,

pointsublime@nordnet.fr

Etappe 9, Point Sublime – Castellane– Défilé de Chaudan – Gorges de la Vesubie – Lantosque – Col de Turini – Sospel – Col de Braus – L’Escarene – La Trinité – Nizza, ca. 193 km Nizza Hotel La Malouine, 62 Boulevard Carnot (Küstenstrasse N98), Nizza, Einfahrt vom Boulevard Carnot am Vordergebäude vorbei in den Hof, Motorrad im Hof. Nettes kleines Hotel, nur ÜF, die Besitzerin spricht deutsch

 

Etappe 13, Nizza –Autobahn – Genua – Mailand – Bergamo – Ausfahrt Palazzolo –– Sarnico – Lovere, 426 km

 

Lovere Albergo San Antonio, Piazza 13 Martiri, direkt an der Uferstrasse an der Piazza, Tel. 0039-35-961523, www.albergosantantonio.it, DZ/ÜF ca. 70€

 

 

Logis de France: In der Kategorie 2 ist das Essen meistens besser, als die Zimmer. Hp kostet zwischen 40 € und 60 € im DZ. Gute Übersicht im Internet, man kann sich einen Führer schicken lassen (Versandkosten 7€) oder man nimmt sich aus einem Logis de France Hotel oder Fremdenverkehrsamt den kostenlosen Führer mit. Diese Hotels gibt es in vielen Orten entlang der Tour und fast überall in Frankreich.

 

M18 Große Alpentour/Westalpen – Pässe

 

Pass Land Höhe Ort/Lage Wintersperre
Buchner Sattel A 1262m Telfs/Leutasch
Fernpass A 1216m Lermoos/Nasserreith
Flüelapass CH 2383m Susch/Davos teilweise
Oberalppass CH 2844m Disentis/Andermatt XI-V
St. Gotthardpass CH 2108m Andermatt/Airolo XI-V
Nufenen CH 2478m Airolo/Ulrichen X-VI
Furkapass CH 2431m Oberwald/Andermatt X-V
Grosser St. Bernhardpass CH/I 2469m Martigny/Aosta X-V
Kleiner St. Bernhardpass F/I 2188m Pre St. Didier/Bourg St. Maurice X-VI
Col d’Iseran F 2762m Val d’Isere/Bonneval s. Arc X-VI
Col du Mont Cenis F/I 2083m Lanslebourg Mt.Cenis/Susa X-V
Col de Mont Genèvre F/I 1850m Oulx/Briançon i.d.R. keine
Colle dell’Assietta

Colle Blegier

Colle Bourget

Colle Basset

I 2472m

2381m

2299m

2424m

Assietta Kammstrasse

Sestriere/Fenestrelle/Susa

X-VI
Col du Lautaret F 2058m Briançon XI-V
Col du Galibier F 2642m Col du Lautaret/St.Michel d.M. X-VI
Col de la Croix de Fer F 2069m Le Bourg d’Oisan/St. Jean d.M. XI-V
Col du Mollard F 1638m St.Jean de Maurienne XI-V
Col d’Izoard F 2361m Briancon/Guillestre X-VI
Col de Vars F 2111m Guillestre,Vars/Barcelonette
Col de Cayolle F 2327m Barcelonette/Entraunes X-VI
Col des Champs F 2191m St.Martin d’Entraunes/Colmar X-VI
Col d’Allos F 2240m Allos/Barcelonette XI-VI
Col de Restefond F 2794m Barcelonette X-VI
Col de la Bonette F 2802m Barcelonette/St.Etienne d. T. X-VI
Col de Valberg F 1822m Guillaumes/Valberg
Col de Toutes Aures F 1120m N202/St. Julien du Verdon
Col d’Illoire F 964m D71 Aiguines -Verdonschlucht
Col St. Martin F 1500m D2565/ St. Martin-Vesubie
Col de Turini F 1607m Lantosque/Sospel
Col de Braus F 1002m Sospel/L’Escarene
Col du Perus F 654m Sospel
Col de la Lombarde F/I 2350m Vinádio/Isola 2000 X-VI
Col de Brouis F 879m Breil sur Roya
Col de Tende F/I 1871m Tende/Limone-Piemonte XI-V
Col de Vence F 963m Vence
Col du Pilon F 782m Grasse/St. Vallier deThiey
Pas de la Faye F 981m St. Vallier d. T.
Col de Valferrière F 1169m Villaute
Col du Bel-Homme F 981m Bargemon/La Bastide
Col de Bleine F 1439m D5/Montagne de Thorenc
Col de Pinpinier F 1130m Col de Bleine/Le Mas
Passo dell’ Aprica I 1176m Edolo/Tirano,Sondrio
Berninapass CH/I 2328m Pontresina/Tirano
Holzleithensattel A 1129m Nasserreith/Obsteig
Kesselberg D 858m Kochel a.See/Urfeld

 

 

M18 Große Alpentour/Westalpen

Über mehr als 40 große und kleine Alpenpässe: Große Tour durch die Alpen und Seealpen

– Oberbayern bis an das Mittelmeer-

13 Etappen – Länge: ca. 4.250 km

 

Allgemeine Vorbemerkung: Die meisten Pässe haben viele schöne Kurven, manche sind schöner als andere und manche erfordern mehr Können als andere. Manche Pässe in Frankreich, die als solche bezeichnet sind, verdienen die Bezeichnung Pass eigentlich nicht. Aber der Kesselberg ist auch kein Pass im Vergleich zum Col d’Iseran.  Die großen Alpenpässe haben festgelegte Wintersperren. Die Monatsangaben variieren jedoch in den verschiedenen Karten. Im Frühjahr bzw. Herbst ist es ratsam, sich vorab zu informieren, ob die Pässe schon bzw. noch offen sind. Mancherorts hält man sich ganz genau an die angegebenen Öffnungszeiten, einzelne sind trotz offizieller Wintersperre gelegentlich schon legal befahrbar.

 

Die beigefügten Karten sind nicht maßstabsgetreu, sie stellen lediglich einen Überblick über die Reiseroute dar, und liefern vielleicht die eine oder andere eigene Tourenidee. Folgende Karten fanden hier Verwendung. Navigationsgeräte erleichtern die Orientierung und Streckensuche natürlich erheblich.

 

Reisekarten: Motorrad Reisekarten Alpen, Maßstab 1: 350 000, Einzelkarten,RV-Verlag; ADAC Länderkarte Alpen, Maßstab 1:750 000,

Atlas Routier France, Maßstab 1:250 000 (Vorbereitung), Touristische Gebietskarten

 

Die meisten der angegebenen Hotels in Frankreich sind Mitglied bei „Logis de France“, das Essen ist meistens besser als die Zimmer. Kategorie einfach, jedoch sauber. Einen Katalog der Hotels gibt es an fast allen Tankstellen in Frankreich. Wir haben ohne Reservierung immer eine Unterkunft gefunden. So ist man in der Tourgestaltung wesentlich freier. Das ganze gilt natürlich nicht, wie wir gehört und gelesen haben, für die Hochsaison im Juli und August – da kann es mit Unterkünften schon eng werden. Wir waren im Juni/Anfang Juli unterwegs, da ging es gut.

 

Pausen und Restaurants: Frankreich ist das Land der Straßencafés und Bistros usw. Ob Briancon, Barcelonette, Guillaumes, Nizza… Es gibt überall und an jeder Ecke irgendein Café oder auf den Bergen ein Refuge. In den meisten Häusern trifft man auf gleichgesinnte Motorradfahrer: die beschriebenen Etappen zeigen, dass wir viel gefahren und wenig eingekehrt sind. Die Entfernungsangaben sind ungefähre Angaben, mancher Schlenker ist hier unberücksichtigt.

 

Ebenso verzichte ich hier auch, wie in den meisten Reiseführern und Tourenführern üblich, auf geographische, geologische, historische und allgemein ausfühliche Beschreibungen. Es gibt für die Gebiete eine ganze Menge hervorragende Reiseführer, die auf die jeweiligen Interessenlagen eingehen. Wir wollen hauptsächlich mit dem Motorrad fahren und haben wenig Zeit für die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten. Zugegeben ist das manchmal schon schade, wenn man so an geschichtsträchtigen oder geologisch interessanten wichtigen Stätten vorbeifährt – aber alles kann man halt nicht machen. So ist die Hauptmotivation, viel zu fahren, viel zu sehen – unterwegs sein. Und so ist diese Reisebeschreibung mit Karten auch zu verstehen. In diesem Sinne – viel Spaß beim Fahren!

 

 

  1. Etappe: Anfahrt Garmisch-Partenkirchen – Lermoos – Fernpass – Imst – Landeck – Prutz – St. Martina – Susch – Flüelapass – Davos – Tiefencastel – Thusis – Bonaduz – Ilanz – Disentis, 300 km

 Anreise nach Garmisch am besten über A 95. Nach dem Tunnel am Kreisverkehr rechts auf die B23 abbiegen -Richtung Fernpass, Reutte. Der B23 durch Garmisch folgen, und auf der Straße bis Ehrwald bleiben. Hier rechts ab (B187) nach Lermoos fahren. Am Ortsende nach links auf die B179 und durch den Tunnel zum Fernpass fahren. Auf der Straße bleiben bis zur Umgehung von Nasserreith,  hier in Richtung  Imst/Reschen auf die B189 wechseln(rechts).

In Imst der zunächst der Hauptstraße folgen, am Knotenpunkt nach rechts auf die B171 abbiegen und der Beschilderung nach Landeck und Reschenpass folgen. Die Fahrt auf der B171 ist geprägt durch viel Verkehr, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote, also eine typische Transportstrecke. Auch die  Ortsdurchfahrten durch Zams und Landeck dauern relativ lange. Alternativ könnte man ab Imst auf die vignettenpflichtige Autobahn wechseln und Landeck durch den ca. 8km langen Tunnel umgehen. Die Beschilderung durch Landeck Richtung Reschenpass/Italien/Schweiz ist übersichtlich, sowohl die Fahrt durch Landeck als auch durch den Tunnel führen direkt auf die Reschenbundesstraße, der man weiterhin folgt.

Häufige Radarkontrollen auf den Geraden! Bald nach Pfunds führt die Bundesstraße Richtung Reschenpass nach links über den Inn weiter, hier geradeaus bzw. nach rechts auf die B 184 Richtung  Schweiz nach Martina weiterfahren. Die Straße  27 führt durch das Engadin bis Susch, im Ort nach rechts auf die 28 zum Flüelapass hinauf und nach Davos hinunter. Die Flüelapassstraße endet in Davos Dorf, hier fährt man zunächst nach links und bald nach rechts auf die Promenade, die durch Davos führt und in die Straße 417 nach Tiefencastel und Thusis mündet.

Auf der 417 bis nach Thusis fahren, die Straße endet an einem Kreisverkehr, um diesen herum und nach rechts in den Ort abbiegen, der Straße 13 bis Bonaduz folgen. Durch Bonaduz der Hauptstraße folgen bis kurz vor dem Ortsende, hier nach links auf die Versamerstraße abbiegen, auf dieser kleinen Straße teilweise hoch über dem Rhein – Rheinschlucht – über Versam – Carrera – Valendas – Castrisch nach Ilanz fahren, hier durch den Ort, über den Rhein auf die Oberalpstraße (19) und auf dieser bis Disentis fahren.

Quartier: Hotel Alpsu, direkt am Anfang der Oberalpstraße. Gutes Essen, schöne Zimmer, Motorrad im abgeschlossenen Schuppen.

  1. Etappe: Disentis – Andermatt – St. Gotthardpass – Airolo – Nufenenpass – Gletsch – Furkapass – Gletsch – Rhonetal – Lax – Brig – Sierre – Martigny – Bourg-St-Pierre – Großer St. Bernhardpass – Aosta – Pré-St-Didier – Montvalezan, ca. 441km

Die Straße 19 hinauf auf den Oberalppass und hinunter in das enge Andermatt, weiter nach Hospental, kurz nach dem Ort nach links auf der 2 zum St. Gotthardpass. Auf der Passhöhe am Lago della Piazza auf der Hauptstraße bleiben.

Sofern Zeit vorhanden, auf die Tremola, die alte Gotthard-passstraße, wechseln. Ansonsten auf der 2 bis Airolo, nach Airolo hineinfahren,  und hier der Via San Gottardo sowie der Beschilderung zum Nufenen bzw. Fontana, Bedretto folgen. Den Nufenen hinauf und nach Ulrichen hinunter.

Hier nach rechts Richtung Gletsch, Straße 19, zum Furkapass abbiegen.

Durch Gletsch dann auf den Furkapass, schöner Blick zum Rhonegletscher und ins Rhonetal. Der Rhonegletscher ist schon sehr weit zurückgewichen, man sicht hauptsächlich die vom Gletscher geschliffenen Felsen, nichtsdestotrotz eine sehr imposante Bergwelt.

Wieder zurück nach Gletsch und auf der 19 durchs Rhonetal. Durch Brig dann weiter auf der 9 bis Martigny. Die Strecke durch das Rhonetal ist landschaftlich einmalig, eingerahmt von hohen Bergen der Rhone entlang, aber ab spätestens ab Brig erfordert sie sehr viel Geduld: viel Verkehr, viele Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote. In Martigny angekommen der Beschilderung zum Col du Grand St. Bernard folgen. Natürlich fährt man auf den Pass und nicht durch den Tunnel.

Weiter nach Italien auf der Ss 27 ins Aostatal nach Aosta.

Die Straße mündet in Aosta auf der Ss26, der Aostatalstraße, Pré St. Didier, hier der Beschilderung zum Colle di Piccolo San Bernardo /Séez  der Ss26 weiter folgen. Den Pass hinauf und auf französischer Seite der N90 bis La Rosière-Montvalezan folgen. Sehr lange und anstrengende Etappe, da ist mehr der Weg das Ziel, und wir wollten bald in den französischen Alpen sein.

Quartier: Hotel Le Solaret in La Rosière-Montvalezan oder Hotel Belvédère (Charme eines sehr alten Hotels) nur wenige Kilometer weiter oberhalb Séez direkt an der Route St. Barnard. Schöne Aussicht von beiden Hotels. Keine abgeschlossene Stellmöglichkeit für Motorräder.

  1. Etappe: Montvalezan – Seez – Val d’Isere – Col de Iseran – Bonneval-sur-Arc – Lanslebourg Mt. Cenis –  Col du Mont Cenis – Susa – Oulx – Col de Mont Genèvre – Briancon, ca. 211 km

Hinunter ins Tal bis Séez, hier nach links in Richtung Val d’Isere auf die D902auf den Col d’Iseran hinauf. Val d’Isere ist rein optisch noch die geringste der französischen Wintersportort-Bausünden.Durchaus noch geprägt von Chalets und kleineren Hotels, aber auch mit Megaklötzen. Der Landschaft am Col ‘Iseran ist – wie bei allen anderen Pässe auch – landschaftlich einmalig schön, die hohen Berge mit Gletschern sind eindrucksvoll. Höchster Fahrgenuss.Vom Pass hinunter nach Bonneval sur Arc – es wird behauptet, dies sei das schönste Dorf  in den französischen Alpen. Sehr alt und sehr liebevoll hergerichtet.

Von da der Route des Grandes Alpes weiter folgen bis kurz vor Lanslebourg Mt. Cenis, hier nach links auf die N6 abbiegen und den Col du Mont Cenis hinauf. Am See entlang und über die Grenze  auf der Ss25 hinunter ins italienische  Susa. Im Ort rechts auf die Ssp24 Richtung Oulx.

Auf dieser Straße bleiben und über Cesana Turinese auf der Stratale di Monginevro auf den gleichnamigen Pass hinauf nach Clavière und wieder nach Frankreich. Hier auf der N94 über Montgenèvre nach Briancon. In Briancon grundsätzlich gute Beschilderung, jedoch ist die Straßensuche nicht ganz einfach.

Quartier: Auberge de la Paix, 3 Rue Porte Méane, Cite Vaubon,0033-4-92211742

Das Hotel Auberge de la Paix liegt in der Altstadt, in die der  gewöhnliche Tourist nicht hineinfahren kann. Bald nach dem Ortsanfang ist in der Nähe der N94/Rue Champ-de-Mars die Porte de Pignerol, die Straße führt zur Avenue de Vauban, dieser nach rechts folgen bis zum Place Général Eberlé, hier ist Ende, von da die nächste Straße links den kurzen Fußweg zum Hotel. Das Motorrad kann hinter der Absperrung (den Schlüssel zur Absenkung derselben erhält man im Hotel) der Altstadt abgestellt werden. Es steht aber offen zugänglich. Hübsches Apartement bekommen, mit einem ca. 1×1,5 m² großen rosa Duschraum – Dusche, WC, Waschbecken.  Spartanisches französisches Frühstück, jedoch gutes Essen im integrierten Restaurant Passé Simple.

  1. Etappe: Briancon – Col du Lautaret – Gorges de l’Infernet – Bourg d’Oisans – Allemond – Oz – Col de la Croix de Fer –Mollard – zurück  bis Briancon auf der gleichen Route, ca. 294km

Briancon auf der N91, Route de Grenoble, verlassen und zum Col de Lautaret fahren. Hier auf der N91 bleiben und bergab Richtung La Grave, durch die Combe de Malaval, entlang der Gorges de l’Infernet zum Lac du Chambon, weiter nach Bourg d’Oisan, bald hinter Bourg d’Oisan biegt die N91 scharf nach links, hier den Abzweig nach rechts auf die D44Richtung Oz abbiegen, der Straße folgen, sie führt nach Oz auf die D526, am Lac de Grand Maison vorbei in Richtung Col du Glandon, kurz vor dem Pass nach rechts abbiegen und auf den Col de la Croix de Fer hinauf (D926). Weiter nach St. Sorlin d’Arves und  von hier nach St. Jean de Maurienne abfahren, über St. Michel de Maurienne und dem Col de Galibier wieder zum Col du Lautaret abfahren. (Das Stück sind wir nicht mehr gefahren, da der Col du Galibier noch gesperrt – es war der 30.06. – und somit eine Rundtour nicht möglich war). Wir sind die D926 bis Belleville, von da nach rechts auf die D80 und über kleine Nester bis zum Col du Mollard. Insgesamt sehr einsame Gegend, man glaubt, es kommt nichts mehr, aber plötzlich steht man mitten im Skigebiet.

Alternativ könnte man die D927 den Col du Glandon hinauf, zur N6 ins Tal abfahren, dieser bis St. Michel de Maurienne folgen, und von da die D902 auf den Col du Galibier, hinunter auf den Col du Lautaret und zurück nach Briancon. Wir sind die Strecke über den Col du Mollard wieder zurück bis Bourg d’Oisans, hier nach links eine schöne kleine kurvige Straße (D211) bis Huez hinauf, wieder zurück bis La Garde, von dort nach links auf die D211a  und da oberhalb des Tals mit herrlicher Aussicht – immer direkt am « Abgrund » entlang, Schwindelfreiheit schadet nicht – bis La Freney d’Oisans, wieder auf die N91 nach Briancon zurück. Auf der Rückfahrt am nachmittag war dann die Wintersperre des  Col du Galibier aufgehoben. Hier sind noch viele schöne Tourenkombinationen möglich.

  1. Etappe: Briancon – Col du Montgènevre – Sestrière – Asiettakammstraße – Fenestrelle – Sestrière – Col du Montgenèvre – Briancon, ca. 223 km

Von Briancon die bekannte Strecke zum Col de Mt. Genèvre, hinunter nach Cesana Turinese, hier nach rechts auf die S23 nach Sestrière, einer echten Wintersportbausünde mit mehrfachen architektonischen Entgleisungen.  Der Einstieg zur Assiettakammstraße am Ortsende ist etwas knifflig zu finden, links auf die Via Colle Basset, die dann sehr schnell zur Schotterstraße wird (Sp173). Der Weg hat teilweise tiefe Furchen, die Steine sind häufig recht groß, es erfordert schon etwas Geschicklichkeit und gute Beherrschung des Motorrads. Manchmal fährt es sich leichter, und manchmal eben nicht. Zuerst erreicht man den Colle Basset, dann den Colle Bourget, dann den Colle Blegier und schließlich den Colle dell’Assietta. Mit unseren Motorrädern, einer BMW R 1100GS und meiner Afrika Twin, ist die Strecke noch halbwegs fahrbar. Schwerer und unhandlicher solllte das Motorrad meiner Ansicht nach aber nicht mehr sein. Aber das ist Geschmackssache.

Meist führt die Straße auf dem Kamm entlang, die Aussicht ist gigantisch, während der Woche ist wenig los. Sogar Murmeltiere kreuzen den Weg und verschwinden wieder, nicht ohne vorwurfsvollem Blick wegen der Störung in unsere Richtung. Bei schlechtem Wetter ist die Straße nicht fahrbar, und auch im Frühsommer können noch Reste von Schnee oder zumindest sehr rutschige Stellen sein. Nach ca. 25 km trifft man auf die SP173 (Strada Provinciale del Colle delle Finestrelle), die links hinauf auf den Colle delle Finestrelle und hinunter nach Susa führt. Nach rechts führt sie in Depot wieder auf die Ss23. Hier nach rechts abbiegen und über Fenestrelle und Sestrière wieder zurück.

  1. Etappe: Briancon – Col d’Izoard – Guillestre – Col de Vars – St. Paul – Jausiers – Barcelonette – Col de Cayolle – St. Martin d’Entraunes – Guillaume – Col de Champs – Guillaume, 289 km

Von Briancon geht es weiter auf der D902 zunächst Richtung Cervières und von da auf den Col d’Izoard. Absolut schöne Strecke, sehr gute Straße, ein paar tolle Kurven und sehr karge Vegetation auf der Passhöhe. Obligatorisches Denkmal.

So mancher Radfahrer quält sich auch den Berg hinauf. Manche machen das anders: Sie lassen sich mit einem VW-Bus hinauffahren, steigen aus, fahren ein Stück zurück, um dann wieder hinaufzufahren und sich dann fotografieren zu lassen. Wem es gefällt…

Wieder schöne Abfahrt mit traumhafter Sicht auf der D902 weiter unten durch die Combe du Queyras bis nach Guillestre. Man bleibt auf der D902 und fährt gleich weiter über Vars auf den Col de Vars. Schöne Auffahrt bis zum Ort Vars und wenig spektakulär weiter auf die Passhöhe.

Die Landschaft könnte durchaus auch in den nördlichen Alpen sein, mit 2111m ist der Pass nicht ganz so hoch wie die ganz großen Pässe. Wiederum landschaftlich schöne Abfahrt, weiter unten vorbei an den Erdpyramiden Cheminèes de Fées und durch das Ubaye-Tal, man erreicht bald die D900 der man dandurch Jausiers bis Barcelonette folgt.

Am Ortsanfang der Beschilderung zum Col de Cayolle/Etraunes auf die D902 folgen, im weiteren Verlauf  nicht irrtümlich auf die D908 zum Col d’Allos abbiegen. Nach Uvernet-Fours führt die Strecke durch die Gorges du Bachelard und weiter durch waldige Gegend zum Col de Cayolle in absolute Einsamkeit hinauf.

Völlig anderer landschaftlicher Charakter als z.b. der Col de Vars. Sehr malerisch und wenig los. Hier oben ist auch die Grenze zwischen den Départements Alpes de Haute Provence und Alpes Maritimes. Die Abfahrt nach Entraunes geht schnell und die Landschaft hat – obwohl noch alpin – schon sehr maritimen Charakter. Die D2202 (ab Passhöhe) führt direkt nach Guillaumes hinein.

Übernachtung: Hotel Les Chaudrons, Place de Provence, direkt an der Hauptstraße, Motorradparkplatz im Schuppen im Hof.

  1. Etappe: Guillaume – Col des Champs – Colmars – Col d’Allos – Barcelonette – Col de Restefonds – Col de la Bonette – Tinéetal – Isola – St. Sauveur sur Tinée – Pont-de-Clans – Tournefourt –Massons – Gorges du Cians – Breuill – Valberg – Péone – Guillaume – Valberg – Guillaume, ca. 289 km

Von Guillaumes auf der D2202 zurück bis St. Martin d’Entraunes. Mitten im Ort zweigt die D78 ab zum Col des Champs. Sehr wenig befahrene Passstraße durch felsige Gegend hinauf auf die Passhöhe. Ruhig und einsam, herrliche Umgebung.

Ab hier auf der D2, einer  sehr schmalen und kurvenreichen (kleine Radien !) Straße durch Kiefernwälder (viele Nadeln auf der Straße !) hinunter nach Colmars, hier weiter auf der D908 nach Allos zum hinauf zum Col d’Allos. Trotz Sonntagsausflüglern noch einsame Gegend, reines Genussfahren. Durch die Gorges des la Malune weiter nach Barcelonette, hier erreicht man die D902, die zum Col de Cayolle führt.

Rechts am Rand von Barcelonette entlang und bis nach Jausiers fahren, hier nach rechts der Beschilderung zur Route de la Bonette-Restefond folgen (D2205). Jausiers liegt auf ca. 1200m und der höchste Alpenpass ist 2802m hoch. Auf dieser straßentechnisch abwechslungsreichen Strecke fährt man durch die verschiedenen Vegetationszonen und kaum besiedelte Gegend, nach oben hin wird es immer karger und einsamer, bis man nach dem wenig spektakulären Plateau des Col de Restefond auf dem Sattel des Col de la Bonette steht.

Die Fahrt um die Cime de la Bonette war gesperrt, ob dauerhaft oder aus anderem Grund, war nicht ersichtlich. Im Gegensatz zum Col des Champs oder dem Col d’Allos war hier schon einiges an Sonntagsausflüglern unterwegs, die weiten Wiesen waren überwiegend mit picknickfreudigen Franzosen bevölkert. Trotzdem: atemberaubendes Panorama, karge Hochgebirgslandschaft bei herrlichem Sonnenschein, schöne Kurven – was will man mehr ? Hinab Richtung St. Étienne de Tinée und lange durchs schöne, bewaldete Tinéetal, durch die Gorges de Valabre immer weiter Richtung Nizza, das ab dem Col de la Bonette beschildert ist.

Der Gesamteindruck der Landschaft ist schon südländisch, nicht zuletzt, weil es schön warm ist. Vor kurzer Zeit noch wehte einem ein kalter Wind auf 2800m um die Nase, eine halbe Stunde später ist es unter dem Helm ziemlich warm. Noch ein gutes Stück über St. Sauveur de Tinée hinaus und dann in dem kleinen Ort Pont de Clans nach rechts über den Tinée abbiegen und der D26 nach Tournefort und Massoins folgen. Sehr einsame kleine Strecke, nichts los, bis man plötzlich nach Massoins kommt, da können schon mal Motorräder parken, soweit das Auge reicht. Das Restaurant ist wohl auch wegen der schönen Aussicht in das Vartal hinunter sehr beliebt.

Kurz nach Massoins nach links auf die D126 abbiegen und zum Var hinunter fahren, über die kleine Hängebrücke und dann nach rechts auf die N202 einbiegen, und das breitere Vartal bis kurz nach Touet sur Var entlangfahren. Nach rechts abbiegen auf die D28 in die Gorges du Cians. Zunächst wenig spektakulär werden nach Rigaud die Felsen plötzlich rot und das Tal ganz eng. Tolle Gegend. Die neue Straße verläuft durch gelegentliche Tunnels, die alte Straße kann man von einigen Parkmöglichkeiten aus entlang gehen. Mit Beuil lassen wir die Gorges de Cians hinter uns, folgen der D28 nach links weiter bis Valberg, einem der weniger häßlichen Skiorte.

Am Ortsende von Valberg nach rechts abbiegen auf die D29, der Route de Péone und der schönen Strecke mit tollen Kurven nach Péone folgen. Weiter dem ausgetrockneten Bachbett entlang nach Guillaumes. Wer noch Kurvengenuss pur haben möchte, hier nochmal nach links abbiegen  und gleich wieder links auf die D28 und noch einmal nach Valberg hinauf und wieder hinunter. Schöne Blicke zurück auf die Berge des Alpes Haute Provence.

  1. Etappe: Guillaume – Gorges de Daluis – Pont de Gueydan – Clue de Vergon – St. Julien de Verdon – Castellane – Point Sublime – La Palud/Route des Cretes – Barres de l’Escalet – Belvedères de la Maline – Belvedères de Maireste – Pont du Galetas – Aiguines – Corniche Sublime – Balcons de la Mescla – Trigance – Point Sublime, ca. 190 km

Weiter geht’s zum Grand Canyon du Verdon. Von Guillaumes auf der D2202 /D902durch die Gorges de Daluis dem Var entlang. Wieder eindrucksvolles rotes Gestein, ähnliche Schlucht wie die Gorges du Cians. An der Pont de Gueydan verlassen wir den Var und folgen der N202 nach St. Julien du Verdon. Zwischen Rouaine und Vergons ein kleinerer Pass, der  Col de Toutes-Aures, verglichen mit den Majestäten der letzten Tage eigentlich gar kein Pass. Trotzdem schöne Gegend mit vielen Kurven. Kurz vor St. Julien du Verdon nach links abbiegen auf die D955 Richtung Castellane. Dem Lac de Castillion entlang, dessen Wasser und Farbe bei guter Wärme zum Bad einladen. Wir widerstehen jedoch und fahren durch  Castellane weiter auf der D952, jetzt dem Verdon entlang zum Point Sublime.

Quartier : Auberge du Point Sublime, Rougon, direkt an der Straße und beim Touristenparkplatz zum Point Sublime. Tagsüber wahnsinnig viel los – am Abend, wenn die Tagestouristen weg sind, einfach nur idyllisch. Essen gut, Zimmer eher weniger. Motorradparkplätze im Hof.

Rund um den Grand Canyon du Verdon

Vom Point Sublime auf der D952 bleiben und Richtung La Palud sur Verdon fahren. Ca. 1km vor dem Ort nach links abbiegen auf die D23 abbiegen und im weitern Verlauf hoch  über dem Verdon die Gegend genießen. Bei Chalet Martel gibt es die Möglichkeit, in die Schlucht hinunter zu gehen. Am Ende der Rundroute nach vielen Belvédères gelangt man hinter La Palud sur Verdon wieder auf die D23, die im weiteren Verlauf wieder näher an den Canyon und zum Lac de St. Croix heranführt.

Weiter bis Chap. St. Pierre, hier nach links auf die D957 am See entlang, über die Pont du Galetas und nach wenigen Kilometern auf die D19 Richtung Aiguines abbiegen. Schön kurvig bis dorthin, durch den schönen alten, teilweise engen Ort durchfahren, auf die D71 abbiegen und zum Col d’Illoire  oberhalb des Canyon hinauf. Von hier die Corniche Sublime entlang, immer wieder Blicke in die Verdonschlucht, durch die Tunnels du Fayet und links über die Pont de l’Artuby zu den Balcony de la Mescla.

Hier wendet sich die Straße vom Canyon ab und führt weiter nach Combx sur Artuby. Auf dem Weg dann nach links auf die D90 nach Trigance abbiegen, diese trifft dann auf die D955, die dann wieder zum Verdon zurückführt. An der Hauptstraße angekommen nach links (D952) und durch die Clue de Carejuan zum Point Sublime zurück.

Wir haben einen Tag zum Wandern in der Schlucht von Chalet Martel zum Point Sublime oder auf die Felsen der gegenüberliegenden Seite hinauf genutzt. Es ist recht schweißtreibend, in der Hitze zu wandern, aber absolut lohnend.  So eine Landschaft findet man selten. Haben am Fluss auch den Weg einer jungen Vipernnatter gekreuzt. Die Warnung im Reiseführer, dass es hier viele Schlangen gibt, war richtig. Die Schlange verzog sich schnell, wir uns auch, aber so richtig wohl fühlten wir uns dann nicht mehr.

  1. Etappe: Point Sublime – Castellane – St. Julien du Verdon – Entrevaux – Défilé de Chaudan – Gorges de la Vesubie – Lantosque – Col de Turini – Sospel – Col de Braus – L’Escarene – La Trinité – Nizza, ca. 193 km

Wir kehren der Verdonschlucht den Rücken und fahren nach Nizza. Zunächst die bekannte Route über Castellane, dem Col de Toutes-Aures und über Entrevaux ins Tal des Var. Wir folgen der N202 bis zu den Gorges de la Mescla. Hier wendet sich die Nationalstraße nach Süden. Nicht nach rechts abbiegen und durch den Tunnel fahren, sondern noch ein Stück geradeaus und auf der Straße bleiben. Die Fahrt in der Landschaft ist doch wesentlich schöner. Kurz vor der Ortschaft Le Plan du Var nach links abbiegen auf die D2565 in die Gorges de la Vésubie.

Der Straße folgen bis Lantosque, weiterfahren bis zur Abzweigung (D70) nach La Bollène-Vésubie und hinauf auf den Col de Turini. Nach unserer Ansicht verspricht der Name mehr, als er hält. Wir waren echt enttäuscht, da wir viel mehr und schönere Kurven erwartet hatten, auch war der Straßenbelag eher reparaturbedürftig, sodass der Fahrgenuss auch nicht so toll war. Aber das ist oft Geschmackssache.  Die Passhöhe selbst gibt auch nicht viel her. Trotzdem waren es viele schöne Kurven seit den letzten Gorges, hier ist auch viel Wald und man riecht schon fast das Mittelmeer. Hinunter auf der D2566 über Molinet nach Sospel war es fahrtechnisch etwas schöner. Direkt am Ortseingang gleich nach rechts auf die D2204 zum Col de Braus abbiegen. Die Gegend ist ähnlich dem Turini, und es sind auch viele Kurven. Hinunter über L’Escarene, auf der D2204 bleiben bis La Trinite und dann hinein nach Nizza. Das Hotel La Maluine liegt am Boulevard Carnot, der zugleich die Küstenstraße N98 ist, die bis nach Monte Carlo weitergeht. Die groben Richtungen sind in Nizza relativ gut ausgeschildert, sodass man das Hotel mit etwas guten Nerven auch findet. Zu Fuß ist man schnell am Hafen und auch in der Altstadt.

Quartier: Hotel la Maluine, 62 Bd. Carnot, Nizza. Zufahrt neben vorgelagertem Haus, Parkplatz im Hof, schöne Zimmer mit Frühstück, sehr familiär, die Besitzerin spricht deutsch.

Der Boulevard Carnot beginnt am Place Ile-de-Beauté, der direkt am Hafen Port Lympia liegt. Von Westen kommt man am leichtesten über die Promenade des Anglais und den Quai des États-Unis um den Schlossberg herum, am Port Lympia entlang, zu o.g. Place und schräg links über die Kreuzung hinüber (nicht gleich nach rechts zum Hafen abbiegen)  und in den Bd. Carnot.

Nizza ist unbestritten ein überlaufener Touristenort, als Erholungsurlaub sicher nicht zu empfehlen. Wir fanden Nizza  sehr reizvoll und gar nicht so schlimm. Anfang Juli war noch nicht soviel los und man konnte einige obligatorischen Touristenplätze gut besuchen. Ein Spaziergang über den Berg des Chateau, das bis auf einige Reste keines mehr ist, ist durchaus empfehlenswert. Oder auch die Promenade entlang und durch die Gassen des alten Nizza. Vor den vielen Restaurants, die ganze Massen abfertigen, warten oft die Kellner und “bitten herein”, sobald man dann sitzt, lassen Interesse und Freundlichkeit spürbar nach. In den zahllosen etwas kleineren Lokalen in den Gassen ist das besser und es ist gemütlicher.

  1. Etappe: Préalpes de Nice : Nizza – La Trinité – L’Escarene –  Col de Braus – Sospel – Col de Turini – Lantosque – St. Jean la Rivière – Utelle – La Tour St. Sauveur sur Tinèe – Isola – Isola 2000 – Col de la Lombarde – Isola 2000 – Isola – St. Sauveur de Tinèe – St. Martin Vesubie – Lantosque – Levens – Tourette-Levens – Nizza, ca. 306 km

Wir wollten dem Col de Turini noch eine zweite Chance geben, also nochmal die gleiche Route auf der D2204 über La Trinite, L’Escarene und Col de Braus und Sospel zum Col de Turini. So ausgeruht und ohne Gepäck macht das Fahren doch etwas mehr Spaß. Wieder hinunter nach La Bollène (D70) und Lantosque (D2565) bis nach St. Jean Rivière.

Hier nach rechts auf die kleine D32 Richtung Utelle abbiegen, die folgende Strecke führt wirklich teilweise durch gottverlassene Gegend, aber sehr schön. Im Hinterland teilweise geschotterte Straße, aber gut zu fahren. Wenig los. Über viele Kurven und La Tour hinunter ins Tinéetal, das schon von der Tour über den Restefond-Bonette bekannt ist.

Hier weiter die D2205 über St. Sauveur sur Tinée bis Isola und da nach rechts auf die D97 nach Isola2000 und den Col de la Lombarde hinauf.

Nun wird die Landschaft wieder sehr alpin, Isola 2000 ist auch ein großes Wintersportgebiet. Die Passhöhe samt Umgebung und Panorama am Col de la Lombarde gefällt uns gut, es ist fast wie daheim. Wieder hinunter ins Tal nach Isola, hier links abbiegen und bis St. Sauveur sur Tinée fahren. Kurz hinter St. Sauveur s.T. nach links auf die D2565 Richtung Rimplas abbiegen und über den Col St. Martin nach St. Martin-Vesubie fahren. Nun auf der D2565 bleiben bis kurz nach St. Jean la Rivière, dann links halten zur D19 über Duranus nach Levens. In Levens links halten und auf der D19 bleiben bis Tourette-Levens. Hier weiter über Le Moulins (der D19 folgen) nach Nizza fahren. Nach St. André de la Roche kann man in der Nähe des Viaduc du Paillon über den Fluss auf die D2204 wechseln und auf bekannter Route zum Hotel zurück.

  1. Etappe: Nizza – Monte-Carlo – Menton – Sospel – Col de Brouis – Gorges de Saorge – Tende – Col de Tende – Borgo-S. Dalmazzo/Cuneo – Vinadio – Col de la Lombarde – Isola – St. Sauveur de Tinèe – Gorges de Mescla – Nizza, ca 316 km

 Heutiges Ziel: der Col de Tende. Direkt vom Hotel auf die N98 und der Küste entlang bis Menton. Die Küste als solche ist felsig, das Meer auf der einen und die Berge auf der anderenSeite, das hat schon einen besonderen Reiz. Die Fahrt durch die an der Küstenstraße gelegenen Orte erfordert viel Geduld. Meist viel Verkehr, und es wird einem unter dem Helm ziemlich warm. Auffällig ist, dass viele einheimische Motorradfahrer zwar der Helmpflicht nachkommen, aber sonst mit Shorts, T-Shirt und Sandalen fahren. Wahrscheinlich haben Franzosen eine besondere Schutzhaut. Die Verkehrsführung durch Monaco ist nicht leicht nachzuvollziehen, aber es funktioniert. Im Gewühl von Menton muss man die Beschilderung bisweilen suchen, etwa in der Stadtmitte zweigt die D2566 Richtung Castillion/Sospel ab.

Der Route Sospel auf häufig schönen Kurven bis Sospel folgen, in der Ortsmitte auf die D2204 Richtung Col du Perus und Col de Brouis nach Saorge abbiegen. Die Straße mündet an der N204, auf der wir bis Tende bleiben. Die Fahrt geht weiter Richtung Col de Tende, erst kurz vor dem Tunnel zweigt die alte Straße nach links ab. Jetzt wird es spannend, wir wissen zwar, dass Schotter und viele Kurven kommen, aber klappt auch alles?

Am Anfang ist es noch bequem zu fahren, aber bald steigt es an, die Kurven werden enger und kommen Schlag auf Schlag. Meist sind sie sehr eng mit tiefen Furchen und starkem Gefälle nach innen. Das Befahren dieses Passes erfordert höchste Konzentration und auch sicheres Handhaben des Motorrads. Hinunterfahren wäre wohl nicht so schön, ich fahre solche Sachen lieber bergauf. Oben kann man sich ein schönes Plätzchen bei einem der Forts suchen, um ein bisschen Aussicht zu geniessen, die hier – obwohl etwas trübes Wetter ist – einfach ganz große Klasse ist.

Die Abfahrt zur Hauptstraße ist bei weitem einfacher, weil geteert, aber auch noch mit engen Kurven.  Unten angekommen, gibt es folgende Alternativen: entweder nach rechts und durch den schlecht belüfteten Tendetunnel zurück oder nach links – was wir vorgezogen haben – auf der Ss20 nach Limone Piemonte und weiter Richtung Cuneo. Der Straße bis Roccavione und Borgo San Dalmazzo folgen, hier im Ort nach links auf die Ss21 Richtung Vinadio fahren. Kurz nach Vinadio nach links auf die Sp255 zum Colle della Lombarda abbiegen. Der kleinen Straße durch ein schönes, einsames Tal folgen, die schraubt sich schön langsam wieder hinauf auf 2350m zur Passhöhe, die wir schon kennen. Aber trotzdem ist es wunderschön hier oben. Zurück auf bekanntem Weg bis Isola, hier wieder nach links auf die D2205 über St. Sauveur sur Tinée Richtung Nizza. Nach den Gorges de la Mescla mündet die Straße auf die N202, wir fahren diesmal durch den Tunnel und damit recht flott nach Nizza.

  1. Etappe: Préalpes de Grasse und Haute Provence: Nizza – Cagnes sur Mer – Vence – Col de Vence – St. Pons – Gorges du Loup – Gourdon – Grasse – Route Napoleon – Col du Pilon – Pas de la Faye – Col de Valferrière – Villaute – La Bastide – Comps sur Artuby – Bargemon – Col du Bel-Homme – La Bastide – Le Moulin – Malamaire – Valderoure – Col de Bleine – La Faye du Mas – Les es Sausses  – Aiglun – Roquesteron – Gilette –  St. Martin du Var – Nizza, ca. 315 km

Von Nizza zunächst verkehrsreich auf der N7 Richtung Cagnes sur Mer, der Übergang der Städte und Orte ist fließend, daher wachsam sein und den Abzweig nach rechts zur D36 nach Cagnes sur Mer nicht verpassen. Auf dieser Straße bleiben – sie führt nicht geradeaus durch Cagnes, sondern biegt mehrfach ab – und Richtung Vence fahren.Vence liegt schon höher über dem Meer, bisweilen schöne Aussicht. Nach der Stadtmitte nicht der D36 folgen, sondern ein kleines Stück weiter nach links auf die D2 Richtung Courségoules abbiegen und den Col de Vence hinauf. Die Landschaft ist eher karg, wenig Wald, mehr Sträucher und Gestrüpp, blanke Erde. Schöne Kurven. Wieder mehr Wald und unterhalb Cour-Ségoules vorbei bis kurz vor Gréolières und da nach links auf die D3 zu den düsteren Gorges du Loup abbiegen. Die Straße teilt sich bald, hier der D3, der Route Gourdon folgen in die Schlucht. Die Straße führt hoch über der Schlucht am Hang entlang durch bewaldete Gegend nach Gourdon, hier wird das Tal wieder breit und die Straße führt weiter Richtung Grasse. Vor Magagnosc endet die D3 und wir biegen nach rechts ab auf die D2085 nach Grasse. In der Stadtmitte treffen wir auf die N85, die Route Napoléon, auf der wir – sofern gefunden – die sog. Welthauptstadt der Parfumherstellung wieder verlassen. Durch die starke Hanglage der Stadt liegen viele kurvige Straßenzüge übereinander, die Orientierung ist dadurch stark erschwert. Man muss hier ein bisschen nach Gefühl und nach Beschilderungen Ausschau halten. Die Route Napoléon führt nach Castellane, das auch auf einigen Schildern zu finden ist. Also nicht verzweifeln, man kommt schon durch!

Es geht dann schön bergauf, man passiert ein höchst abgesichertes Gebäude (wir vermuten, dass es ein Gefängnis o.ä. ist) von dem man mit Sicherheit den besten Blick in die Provence und bis zum Mittelmeer hat. Aber auch an der Route kommen immer wieder schöne Aussichtspunkte. Auf der Hochebene kurz vor Le Logis du Pin zweigt nach links die D44 (später D21) Richtung La Bastide ab. Der D21 bis und durch Combs sur Artuby folgen, die D955 führt weiter durch die Hochebene Richtung Montferrat/Draguignan. Das Gebiet rechts ist ein Übungsgebiet des französischen Militärs. Gelegentlich verirren sich wohl auch Panzer darüber hinaus, da auch im Gebiet neben der D19 (auf die man mitten in der Pampa nach links abbiegt) regelrecht umgepflügte Strecken zu sehen sind. In Bargemon angekommen nach links abbiegen auf die D25 zum Col du Bel Homme und wieder zurück nach LaBastide und der Route Napoleon. Erst nach links und nach der Logis du Pin gleich wieder rechts auf die D221 abbiegen. Bald nach rechts nach Malamaire und damit auf die D2 abbiegen, an Valderoure, La Ferriere und Thorenc vorbei bis zur Abzweigung (kurz nach Thorenc) auf die D5 zum Col de Bleine.

Mit diesem überwindet man die Montagne de Thorence. Die Pässe hier sind natürlich bei weitem nicht so hoch gelegen, wie die Könige der Alpen. Aber vom Meer in Nizza überwindet man bis auf den Col de Bleine doch 1489 Höhenmeter.Die Gegend ist wieder mehr bewaldet, teils Pinien- und teils Tannenwälder, manchmal auch niedrigerer Kiefernbewuchs. Der Straße bergab folgen bis zur Abzweigung, nach rechts auf die D10 Richtung Le Mas und zum Col de Pinpinier hinauf. Den Montagne de Charamel entlang, manchmal hoch über Schluchten und durch die wild-romantische Clue d’Aiglun nach Aiglun.

Hier der D10 weiter folgen, an der Einmündung nach rechts auf die D17 abbiegen, durch Roquestèron  und weiter durch schöne Schluchten bis Gilette, hier hinunter zum und über den Var auf die N202. Zurück nach Nizza, so gut wie möglich Richtung Meer zum Quais des Anglais, von da kommt man gut zum Hotel zurück.

13.Etappe: Nizza –Autobahn – Genua – Mailand – Bergamo – Ausfahrt Palazzolo – Parático – Sarnico – Lovere, 426 km

Die Transportstrecke haben wir auf der Autobahn absolviert. Die A8/A10 von Nizza bis Genua (ab hier A7 bis Mailand, dann A4 bis Bergamo) führt an der Küste entlang und ist landschaftlich reizvoll, motorradtechnisch keine Herausforderung, verkehrstechnisch schon. Der Weg ist gut zu finden, die Beschilderung passt, jedoch empfinden wohl manche französische und italienische Autofahrer in korrektem Tempo fahrende Motorradfahrer als Verkehrshindernis.  Ganz happig wird es um Mailand herum – das ist Großkampf. Man ist eigentlich nur damit beschäftigt, dass man nicht über den Haufen gefahren wird. Trotzdem kommt man auf der Autobahn eben schneller weiter. Auf der A4 noch bis zur Ausfahrt Palazzolo fahren, hier Richtung auf die Ss469 Capriolo und Paratico abbiegen, bei Paratico nach links Richtung Sarnico abbiegen und dort dann dem See entlang bis Lovere fahren.

Quartier: Albergo San Antonio, Piazza 13 Martiri. Das Hotel ist etwa in der Mitte des Ortes auf der linken Seite am Anfang der kleinen Piazza, nur durch die Straße vom See getrennt. Parkmöglichkeiten sind nur an der Straße gegenüber dem Hotel.

  1. Etappe: Lovere – Tirano – Berninapass – Engadin – Landeck – Imst – Nasserreith – Holzleithensattel – Telfs – Leutasch – Mittenwald – Garmisch-Partenkirchen  oder weiter – Krün – Kesselberg

Von Lovere über Darfo-Boario auf der Ss42 durch das Val Camonica wieder in alpine Regionen zurück In Edolo nach links Richtung Aprica (Ss39) bis ins Valtellina (Veltlin), über den Fluss Adda, dann gleich nach rechts abbiegen auf die Ss38 nach Tirano, hier nach links abbiegen und wieder in die Schweiz fahren. Über Poschiavo auf den Berninapass hinauf. Sehr schöne Strecke! Hinunter über Pontresina (Straße 29) und Samedan ins Oberengadin (Straße 27) weiter durchs Unterengadin und zurück nach Österreich, und auf bekannter Strecke über Landeck – Imst bis Nasserreith. Hier noch die Möglichkeit nach rechts auf den Holzleithensattel zu fahren (zwei super Kurven), und über Telfs und Buchner Sattel hinauf in die Leutasch, dann weiter nach Mittenwald und über Krün auf der B23 nach Garmisch. Alternativ noch über Wallgau und den Walchensee zum Kesselberg ( hier darf man am Wochenende die Strecke mit dem Motorrad nur bergab fahren) und über Kochel – Schlehdorf – Großweil zur A95 und nach Garmisch zurück – oder wo auch immer die Tour enden soll.

 

 

M03 – 12.05.-21.05. Lombardei –Comer- Iseo- Gardasee

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12.05.

Vollbepackt und etwas zu leicht angezogen um ca.10.00 Uhr losgefahren. Ab Garmisch regnete es, nach Imst haben wir die Regenkombis angezogen. Da war es dann nicht mehr ganz so kalt. Es hat dann wieder aufgehört zu regnen und die Fahrt durchs Engadin war sehr schön, nur der Straßenbelag war nicht so optimal. Der Flüelapass war leider noch gesperrt, sodass wir unsere geplante Route nicht fahren konnten. Nachdem der Albula auch noch zu war, haben wir uns entschlossen, über St. Moritz direkt zum Comer See zu fahren. Das war auch gut so, alles andere hätte zu lange gedauert. Kurz vor St. Moritz Dorf fiel auf, dass noch kein grüner Grashalm zu sehen  und  der See noch fast zugefroren war. Es war saukalt. Vom Malojapass ging es dann jedoch schnell bergab mit schönen Kehren nach Chiavenna, und da war es schön warm. Am Comer See dann von Varenna (vollbepackte BMW, ich hintendrauf und enge, steile Kehre) nach Esino Lario hinauf und dort in der Pension La Montanina ein Zimmer genommen. Der Ort ist sehr hübsch am Berg gelegen, teilweise sieht man bis zum Comer See. Ringsum bewaldet. Die Fahrt war schon ein bisschen anstrengend gewesen, sodass wir nur noch kurz spazieren waren, gegessen haben und recht bald schlafen gegangen sind.

13.05.

Fahrpause. Lange geschlafen, gemütlich gefrühstückt und dann losgezogen. Der Monte Croce war zwar nicht das ursprüngliche Ziel, wurde es aber dann. Als wir etwas ratlos vor unserer Karte standen, ist uns ein älterer, freundlicher Italiener zu Hilfe gekommen. Da wurde der Monte Croce dann zum Ziel und er wollte uns zu einem 6km entfernten Startpunkt fahren. Was er dann auch tat. Er ließ uns kurz stehen und wollte sein Auto holen, kurz darauf kam er in einem uralten Scirocco an und fuhr uns den Berg hinauf, während er uns von seinem Aufenthalt in Deutschland zwar wortreich, aber schwer verständlich, erzählte. Er begleitete uns noch ein Stück und danach gingen wir, wie sich erst viel später herausstellte, den falschen Weg. Ein Gewitter zwang uns zur Umkehr, noch bevor wir den Gipfelweg gefunden haben. Danach regnete es den ganzen Weg bergab.

14.05.

Von Esino-Parlasco-Cortenova-Introbio-Barzio-Moggio-Sottochiesa-San Giovanni di Bianco-Piazza Brembana-Olmo-Mezzolo-Passo di San Marco. Leider war nach ca. 200m der Pass noch gesperrt. Also umgekehrt und dieselbe Route zum See zurück, noch über Taceno-Bellano nach Colico und schön am Strand gesessen.

15.05.

Comer See-Menaggio-Luganer See-Claino-Lanzo-Arongo-Capolago-Maroggia-Marcote-Cuasso-Ponte Mesa-Capolago-Verbania-Gazirate-Varese-Como-Lesso-Ballabio-Barzio-Cortenova-Parlesco-Esino Lario.

16.05.

Nach 4 langen Nächten wechselten wir, nicht etwa weil wir noch frisch verliebt waren, sondern weil wir einen zwar sehr netten, jedoch ziemlich schwerhörigen alten Mann im Nachbarzimmer hatten, an den Iseo See. Er ging abends immer sehr freundlich lächelnd um ca. 21.00 Uhr schlafen, wachte wohl meist ab 02.00 Uhr auf und schaute dann fern. Er hörte weder unser Klopfen und Schlagen an die Wand, wir brauchten mindestens ½ Stunde, bis er reagierte. Dann macht er leiser (nicht leise genug) und so verging der Rest der Nacht. Und das dreimal, wir waren doch schon leicht übermüdet, ich bin sogar während der Fahrt mal eingeschlafen.

Die Gäste des Hotels waren ausnahmslos ältere Rentner, wir haben das Durchschnittsalter sicher ziemlich gedrückt. Schätzungsweise waren die alle so um die 80 Jahre alt. Ebenso die Hotelbesitzerin.

Esino Lario-Parlasco-Cortenova-Barzio-San Giovanni di Bianco-San Pellegrino-Ambia-Alegno-Serina-Colle Oltre-Geno(?)-Ponte Nossa-Clusone-Sovere-Lovere, Hotel direkt am See, leicht muffig, aber tolle Aussicht.

 

17.05.

Lovere – Boario Darfo-Angolo-Passo della Presolana Colione-Clusone-Valbondione-Clusone-Presolana-Bonno-Malegno-Breno-Passo di Croce Domini-Boario-Lovere. Wollten ursprünglich zum Passo del Maniva über die Gioco della Bala hinüberfahren. Sind aber nicht über den Pass gekommen, Matsch und Schnee zwangen uns zur Umkehr. Das war nicht ganz ungefährlich, und außerdem war der Pass sowieso noch gesperrt.

Am Punkt der Umkehr war links noch mindestens ½m Schnee, rechts ging es in einer Rinne steil den Berg hinunter. Volker war ziemlich nervös, weil wir mit vereinten Kräften das Motorrad mit nur ca. 1m Platz wenden mussten. Ich habe die Aufregung nicht ganz verstanden, habe ich doch tatkräftig mitgeholfen und zog und schob die BMW meiner Ansicht nach sehr hilfreich mit. Aber jedes Mal wurde er ein wenig blasser und ich finde, er war ein bisschen hysterisch, ständig hatte er Bedenken, dass das Motorrad umfällt.(Zu diesem Zeitpunkt hatte ich selbst noch keinen Führerschein und keinen blassen Dunst, was so ein Motorrad wiegt, geschweige denn eine Vorstellung, dass, wenn das gute 240 Kg schwere Stück ins Rutschen käme,  dann nichts mehr zu halten ist.) Also war ich schon leicht genervt. Dieser Urlaub war praktisch unser erster, und außerdem waren wir erst 6 Wochen vorher zusammengezogen. In diesem Moment dachte ich mir, dass das wohl die falsche Reihenfolge gewesen ist. Vielleicht wäre ein gemeinsamer Urlaub vor dem Zusammenziehen, als Härtetest gewissermaßen, besser gewesen. Aber was soll’s, wir haben die BMW heil umgedreht, Volker fuhr das Matschstück alleine rauf (ich durfte ein gutes Stück nachlaufen – dies begeisterte mich auch nicht, weil hinunter gefahren sind wir ja vorher auch zusammen). Den Rest des Urlaubs verbrachte ich eher mit gemischten Gefühlen. (Nachtrag 2013: sind seit 2001 verheiratet)
18.05.

Iseo See-Serico-Iseo-Gardone-Bovegno-Collio-Passo del Maniva-Bagolino-Idrosee. Idro-Capovalle-Lago di Valvestino-Gargnano-Gardone-Bolciano-Vobarno-Sabbio-Lumezzane-Passo dei Tre Termini-Iseo (andere Seite)-Lovere.

19.05.

Ähnliche Strecke, aber weiter bis Lago di Ledro-Riva-Malcesine. Nette Fewo gefunden.

20.05.

Mit der Seilbahn zum Monte Baldo. In meist bedecktem Wetter, kalt und regnerisch, zur Cima delle Pozzette (2128m). Volker ging es gar nicht gut. Vielleicht sollte ich doch den 1er Führerschein machen?

21.05.

Riva-Tenno-San Lorenzo-Molveno-Andalo-Tuenno-Cles-Cagno-Revo-Romeno-Mendelpass-Bozen-Sarntal-Penser Joch-Sterzing-Brenner-Zirler Berg-Kesselberg.