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Südtirol Pordoijoch

05.06. – 08.06.2011

 

05.06. Anfahrt 

Lange nicht mehr unterwegs gewesen. Das Wetter ist zwar durchwachsen angesagt, aber die Umstände zwangen uns, den „Urlaub“ vorzuverlegen. Die Mopeds sprangen noch an. Los um 10.50h bei 22°. Über Jachenau – Walchensee – Innsbruck zum Brenner, ca. 12.10h oben angekommen. Irrer Gegenverkehr. Riesige Motorradgruppen. Tanken und weiter. Auch auf der Autobahn staut sich der Rückreiseverkehr nach dem Himmelfahrtswochenende. Pause am Stausee bei Franzensfeste. Ab Brixen sah man dunkle Wolken über den Bergen. Bis hinter St. Andrä Richtung Würzjoch kamen wir noch, dann fing es zu regnen an, aber wie. Tapfer fuhren wir weiter, lange Strecken durch Hagelkörner auf der Straße, Abkühlung auf 10°, recht knifflig das Ganze. Haben streckenweise überlegt, ob wir umkehren sollen, haben aber dann einen Sporttourer, aus der Gegenrichtung kommend passiert. Da war klar, dass, wenn der bis dahin gekommen ist, wir mit unseren Enduros erst recht durchkommen. Später noch mal Visier gewechselt. Weiter bis Corvara, hier hat es nicht mehr geregnet. Den Campolongo rauf, schöne Kurven, fast trocken. Super Blick hinunter oberhalb Arabba zur Civetta. Hier wieder 23°. Rauf aufs Pordoijoch, sonnig, an am Hotel Savoia um 16.50h. Wirklich schönes, altes Hotel. Wurde wohl immer wieder renoviert, aber das alte Holz, alter Kachelofen, Kassettendecken sind geblieben – sehr schönes Ambiente. Zimmer sind klein, aber nett. Außentemperatur jetzt 12°. Abendessen sehr gut, leider gibt es nur HP, also sind wir vollgefressen. Schnell wechselnder Nebel, Wolken, mal sieht man die Gipfel, dann wieder dicke Suppe, Regen. Aber das interessanteste heute waren die vielen Motorräder unterwegs.  Diverse Radarkontrollen, das „Geschäft“ lief heute sicher gut. Unser Zimmer hat Balkon mit Blick Richtung Arabba – Col di Lana – Kreuzkofel – Lagazuoi. 295km

06.06. Wanderung

Mäßig geschlafen, obwohl die Matratzen recht gut sind. Neblig. Nach dem Frühstück sind wir zur Wanderung aufgebrochen, zunächst noch ohne Regen, später nur noch Regen. Der Bindelweg verläuft immer gegenüber der Marmolata, aber: wir hatten selten Blick auf die Berge, meist dicke Wolken. Außer uns ist niemand unterwegs.  Gut, dass wir uns warm angezogen haben und vernünftiges Regenzeug dabei hatten. Irgendwann sind wir dann doch umgedreht, zurück im Hotel noch Sauna – ein eher in die Jahre gekommener, nicht übermäßig gepflegter Wellnessbereich, aber wenigstens war es warm. Kurz noch im Zimmer ausgeruht, Blick aus dem Fenster: Es schneit! Später machte es auf, beim Abendessen kaum noch Wolken, aber frischer Schnee ab ca. 1500m. Wenn es morgen nicht schön ist, fahren wir heim. In dieser Kälte und diesem Schnee können wir nicht auf den Piz Boè, was wir eigentlich vorhatten.

 

07.06. Dolomitenrunde

Gestern Abend hat es aufgeklart, ein toller Sonnenuntergang, keine Wolke am Himmel, heute Früh auch Sonne, wir beschlossen, zu bleiben. Allerdings kamen von Osten schon wieder Wolken. Sind trotzdem um 09.30h los, nach Canazei hinunter. Dann den Passo di Fedaja (2057m) rauf, leider schon bewölkt. Die Kurven abwärts waren glatt (nicht wegen Nässe, sondern der Teer selbst). Hinter Rocca Pietore eine Schafherde – gerade noch mal die Kurve gekriegt. War ganz nett, nur danach war die ganze Straße versch… Weiter über Caprile die kurze Strecke nach Selva und hinauf auf den Giaupass (2236m). Es tröpfelte, bald regnete es, Regenzeug angezogen. Bis dahin konnten wir ganz gut fahren, ab da dann wieder nur langsam. Im Regen bis hinter Venas di Cadore, da den Passo Cibiana (1530m) hinauf, dann Forno – Villa und Passo Duran (1605m). Wir sind kaum stehen geblieben, da keine Sicht war und es auch etwas kühl war. Über Agordo und Forcella Aurine (1269m) – Gosaldo – Passo di Cereda (1369m) nach Tonadico und weiter auf den Rollepass (1970m). Leider fing es vor Tonadico wieder zu regnen an, was sich bis zum Pordoi auch enorm steigerte. Über den Passo di Valles (2083m) und den San Pellegrino (1918m) heftiger Regen. Tanken vor Pozza di Fassa (1,58€). Visier gewechselt und zurück auf den Pordoi. „Unterwasserfahrt“. Unsere Schuhe und Handschuhe sind innen trocken! Was für ein Erfolgserlebnis. Etwas mehr zu bezahlen für wasserdichte Ausrüstung rentiert sich doch. Jetzt im Hotel noch einen Capuccino und ein Bier, das haben wir uns verdient. Morgen fahren wir heim, das Wetter bleibt so schlecht. Da kann man weder wandern, alles matschig, noch Motorradfahren. Die Holländer im Hotel haben ihre heutige Fahrt aufgenommen und wir sind mal kurz drauf. 278km

08.06. Heimfahrt über Sarntal

Heftiger Regen in der Früh, der etwas nachließ, als wir um ca. 09.30h losfuhren. Am Campolongo war es schon trocken, die Sonne kam ein bisschen raus. Kurze Pause, auch am Grödner Joch. Weiter durchs Grödner Tal, die alte Strecke durch die Schlucht (rutschig!), Waidbruck – Barbian – Ritten. Wieder Regen, im Sarntal wieder trocken, es lief sehr gut. Oben auf der Passhöhe des Penserjochs wieder Wolken, Pause weiter unten. Navi schickt uns vor Sterzing über Elzenbaum zur Brennerstraße rüber. Nette neue Variante. Hinauf zum Brenner – Regen ab den schönen Kurven hinter Gossensass, der ab Innsbruck zu starkem Regen wurde. Regen bis fast Bichl, zu Hause alles trocken, später Regen. Insgesamt trotzdem schöner Ausflug, ein paar Berge haben wir doch gesehen, los war auch nicht viel. 318km

Gesamt 886km

 

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