M37 Auvergne – Westalpen – 7 Tage

 

02.07.

Abfahrt 08.30 Uhr, an Ravoire 20.00 Uhr über Garmisch – Fernpass – Engadin – Albulapass – Vorderrhein – Disentis – Oberalbpass – Furkapass – Rhonetal – Martigny/Ravoire . Abfahrt nach einem Regentag (nach 7 Wochen schönstem Wetter) bei Sonnenschein bis Fernpass. Hier Nebel und kalt, wurde aber vor Landeck wieder besser, Tankpause in Pfunds. Weiter durchs Engadin, wie immer wunderschöne Landschaft. Noch schöner war es am Albula: oben sehr steinig, starke Erosion, abwärts teilweise sehr liebliche Landschaft mit ganz großen Felsbrocken, kleinen Bäumchen und Blümchen. Haben die Strecke zum Rhein gut gefunden und kamen zügig voran. Leider bewölkte es sich und es regnete etwas zum Oberalbpass hinauf. Wir fuhren dem Regen wohl vorweg. Weiter über Andermatt zum Furkapass. Oben war es sehr kalt und wir machten nur kurz Pause. Etwas mehr Wasser am Rhonegletscher als beim letzten mal. Weiter ins Rhonetal, da war es zwar verkehrsmäßig übel, aber wenigstens warm. Beim Tanken in Sierre vom Tankwart etwas übers Ohr gehauen, Luxusbenzin! Ankunft in Ravoire am Col de la Forclaz im Hotel Ravoire um 20.00 Uhr, es fängt an zu regnen. Schönes Zimmer mit Aussicht übers Rhonetal, noch Pizza gegessen und bald schlafen.

567km

 

03.07.

Ravoire – Chamonix – Mégève – Annecy – Lyon – Gorges de Loire – Volvic. 09.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Abfahrt bei Regen, leider. Von der ganzen Gegend nichts gesehen, und wir konnten nur langsam fahren, kamen also nicht vorwärts. Waren Mittags erst kurz vor Annecy. Es hat aufgehört zu regnen und es ist warm. Aus Zeitgründen sind wir dann auf die Autobahn, man kommt doch besser vorwärts. Noch einen kleinen Abstecher in die Loireschlucht, da war es recht warm. Wieder kurz Regen auf der Autobahn, dann trocken und vor Volvic wieder Regen. Vivette und Laurent freuen sich sehr über unseren Besuch, nur leider war die Unterhaltung recht mühsam, denn für alles, was über Alltägliches hinausgeht, fehlen einfach zu viele Vokabeln. Sind recht bald ins Bett. Wir bewohnen das Schlafzimmer, unsere Gastgeber das Gästezimmer. (Geretsried – Volvic 1078km)

511km

 

04.07.

Miserabel geschlafen, das Bett war einfach zu hart, um 09.30 aufgestanden. Etwas Konversation mit Vivette, um 11.00 Uhr dann mit ihr nach Riom. Es ist eine sehr schöne alte Stadt. Sie hat uns ein herumgeführt, ich habe mir Blasen gelaufen. Das Wetter ist durchwachsen – Sonne – Wolken – Wind und es regnet nicht. Wir wollen jetzt noch ein bisschen mit dem Motorrad herumfahren. Einmal um den Puy de Dome, kleine Straßen, 3 Stunden, 88km. Wetter durchwachsen, angenehm, nicht gefroren, nicht geschwitzt. Kleine Straßen, oft plötzlich Split in den Kurven, viel Wald, ländlich.

88km

 

05.07.

Tour durch die Auvergne: Pontgibaud – Rochefort Montagne – Roche Tuileriere (Kuh) – Lac de Guery – Le Mont Dore – Roc Courlande – Super Besse – Besse – Lac de Bordonse – Gorges de Courgail – Besse – Le Mont Dore (super Strasse und Kurven) – Lac de Guery – Orcival –Volvic. 260km Wetter soweit ok. Hinter Roche Tuilerie lief eine Kuh auf der Straße, ich kam noch vorbei, aber vor Volker lief sie auf der Straße hin und her, bis sie wieder den Weg auf die Weide fand. Volker war es etwas kalt, eine eher seltene Erscheinung. Zurück bei der Verwandtschaft weitere mühsame Unterhaltung. Haben gegrillt und in der Idylle Eichhörnchen beobachtet, die immer wieder über die Hausmauer liefen. Morgen fahren wir wieder. Schade einerseits, aber wir können in dem Bett einfach nicht mehr liegen.

 

06.07.

Um ca. 10.15. Uhr losgefahren. Tankversuch bei Leclerc ergebnislos, Karten hier nicht gültig. Weiter zur Autobahn und dort getankt. Trotz Ferienanfang in Frankreich eher wenig Verkehr. Gut vorwärts gekommen, Pause 13.00 Uhr nach Lyon, Parkplatz voll und nicht schön. 2 Plätze weiter war alles leer und eine gute Sitzgelegenheit. An Grenoble ca. 16.00 Uhr, weiter Richtung Col du Lautaret und Col du Galibier. Ziemlich viel Verkehr. Nach Fotopause musste man wieder alle überholen. Der Col du Galibier überfüllt, Landschaft traumhaft. Viele Radfahrer und Begleitfahrzeuge. In Valloire irgendeine Quadveranstaltung, furchtbar! Entsetzlich viele Menschen, einer hätte mich mit seinem Quad rückwärtsfahrend fast gerammt. BMW hat fast kein Öl mehr, Luxusöl gekauft an Tankstelle, die, wohl wegen der Veranstaltung, auch sündhaft teueres Benzin hatte.Weiter zum Col du Telegraph, schöne Kurven, weiter Lanslebourg – Bonneval s. Arc – Col d’Iseran – wieder wunderschön zu fahren und zu schauen. Langsam wurde es spät, wir mussten oft gegen die Sonne fahren. Kein Quartier in Bourg St. Maurice, Logis de France Hotel geschlossen, Hotel Bellevue an der Auffahrt zum Kleinen St. Berhardpass (auch L.d.F.) war offen. 39.-€HPpP. Sehr alt, Zimmer neu renoviert (allerdings eher niedriger Standard), Essen super, sehr nette Wirtin. Der Fußboden des Restaurants war, wohl dem Alter des Hauses entsprechend etwas bergab geneigt, aber der Ausblick vom Tisch war wunderschön. Auch der Blick vom Zimmer auf Bourg St. Maurice und über das Tal – einmalig. Das Hotel trägt den Namen völlig zurecht. Und das Essen ist, wie immer in den L.d.F. Hotels besser, als die Zimmer. Suchen noch nach Heimfahrtroute.

575km

 

07.07.

Abfahrt 09.30 Uhr – Ankunft zu Hause 0.10Uhr nach 775km.

Abfahrt rechtzeitig geklappt, da wir frühzeitig aufgestanden sind, weil wir sowieso kaum geschlafen haben (wie die ganzen Nächte vorher auch). Wir waren noch vor (!) der ausgemachten Frühstückszeit unten, was uns gewöhnlich nicht passiert. Das übliche reichhaltige Marmeladenfrühstück war schnell verspeist. Gepackt, und vor der Abfahrt noch mit dem Besitzer der Touratech-BMW geredet. Die waren seit 3 Wochen unterwegs, hauptsächlich in den Pyrenäen. Auch noch eine Traumtour für uns. Der Kleine St. Bernhard war sehr schön zu fahren und auch landschaftlich hübsch mit viel Grün. Abfahrt ging auch gut, ab Pre St. Didier sind wir ins Aostatal. Die Landstrasse war ätzend, ähnlich wie die Strecke durch das Rhonetal: Überholverbote, Geschwindigkeitsbeschränkungen, hässliche Vororte/Industriebetriebe, man kommt nicht vorwärts und schwitzt. Kurzer Abstecher ab Chatillion ins Valtournenche nach Breuil/Cervinia, h.u.z. 50 km. Mittagspause bei schönstem Wetter und herrlichem Panorama. Nur das Matterhorn hat einen Hut! Und der ging auch die ganze Zeit nicht weg. Mussten dann doch wieder weiter. Im Aostatal dann auf die Autobahn, starker Wind. Recht warm. Sind gefahren bis Verbania am Lago Maggiore. Viel Verkehr, ständig nur 60km/h. ½ Std. bei Ghiffa am Strand gesessen und dann weiter. Sehr schön da, Baden wäre toll gewesen. Aber wir waren schon spät dran (16.00Uhr). Haben in Ascona und Locarno verkehrstechnisch viel Zeit verloren, noch schlimmer war es in Bellinzona. Absoluter Horror. Baustellen, Stau, keine Chance, an den Autos vorbeizukommen. Ziemlich heiß, wir haben Durst. Das nächste mal gibt es eine Vignette und die Städte werden umfahren. Endlich auf der Straße zum San Bernardino. Es sieht nach Regen aus, aber der war vor uns da und hat uns nicht mehr erwischt, doch die Straße war noch nass und wir mussten langsam fahren. Viele Wasserfälle im Tal. Schöne Passstrasse. Keine Kioske oder Tankstellen, wo wir Wasser hätten kaufen können, habe seit Mittag nichts mehr getrunken, war fast am verdursten. Um ca. 18.30 Uhr waren wir auf der Passhöhe des San Bernardino, leider keine Zeit zum Aufenthalt. Abfahrt ins Hochtal (Autobahn), noch sehr schöne Kurven, danach nur noch ab-auf-rüber-kreuz und quer bis zur Rofla-Schlucht. Eine sehr gewöhnungsbedürftige Verkehrsführung, sehr verwirrend, da es keine logische Streckenführung war. Es ging immer ganz plötzlich in Haken nach links oder rechts, obwohl es nach geradeaus ausgesehen hatte. Eine dieser Ecken habe ich auch bremstechnisch nicht mehr geschafft und bin in der Wiese gelandet. Nix passiert, nur sehr erschrocken. Durst, Kopfweh, kaputt. Trotzdem weiter, wollen heim, allerdings, wenn es nicht mehr gegangen wäre, hätten wir noch mal übernachtet. Weiter durch die Rofla-Schlucht nach Thusis – Tiefencastel – Davos. Pause und endlich Wasser gekauft. Haben hier beschlossen, nicht mehr zu übernachten und stattdessen nach Hause zu fahren, eigentlich ist es ja von Davos nicht so weit. Noch etwas dicker angezogen, da es langsam dunkel und kühl wurde, um 20.40 Uhr weiter zum Flüelapass. Das späte Fahren hatte den Vorteil, dass fast nichts mehr los war und man die Pässe ideal fahren konnte. Im Engadin gab es dann auch noch eine Umleitung, die Hauptstraße durch das Engadin war gesperrt und wir mussten über die (durchaus schönen und sehr sehenswerten)Dörfer am Berg– Ftan, Zuoz, dies hat auch noch etwas gedauert. In Prutz nochmal getankt und weiter. Bald war es kalt und finster. Und der Hintern schmerzte, aber wir wollten heim. Es lief gut, und die Aussicht auf das eigene Bett war doch zu verlockend, hatten wir doch schon seit 5 Nächten nicht mehr richtig geschlafen. 2 Füchse und 1 Reh kreuzten unseren Weg – der Nachteil, wenn man bei Dunkelheit unterwegs ist. Fernpass ohne Autos – fast langweilig. Der Vorteil: man braucht von Prutz bis Geretsried nur 1 ½ Stunden! Durchgefroren, steif und müde um 0.10 angekommen. Noch ein Weißbier und hinlegen – traumhaft. Trotzdem ist es eine sehr schöne Tour gewesen, sowohl Auvergne, als auch die Alpenfahrt.

Tagesetappe: 775km, hauptsächlich Landstraße, durchaus anstrengend.

Gesamtstrecke: 2777km