M75 Friaul – Sappada

 

Friaul – Sappada

 

25.07.

Ab 09.00 Uhr über Brenner (an 11.30h, 163 km) und Brixen/Würzjoch (etwas unterhalb 13.00 Uhr Pause) – Würzjoch kostet jetzt Parkgebühr! Wetter schön, teilweise bewölkt, oben etwas kühl. Würzjochstraße mit sehr rutschigen Bitumenflicken. Fahrt zum Valparolapass wie immer vor großartiger Kulisse. Streckenweise viel Verkehr. Über Cortina d’Ampezzo (Auffahrt zum Tre Croci sehr glatt) nach Auronzo. Von da über den Passo San Antonio/Zovo (1474m) und San Stefano nach Sappada, Ankunft ca. 17.00 Uhr. Haus Michaela gute Lage, Zimmer na ja.

Morgen kriegen wir ein anderes. Manchmal sah es nach Regen aus, dann war es wieder schön, rot angeleuchtete Berge. Vor dem guten Abendessen noch Dampfbad gemacht, sind recht müde und schlafen bald. Morgen mache wir eine Tour in der Gegend, Verbotsschilder sollen wir ignorieren (O-Ton Kellner), wir sollen sagen, wir kommen vom Hotel M., 351km

26.07.

Strahlender Sonnenschein am Morgen, von Osten kleinere Wolken. Los um 09.30 Uhr nach Campolongo – Abzweig verpasst und in San Stefano umgedreht und zurück. Leider war die Straße zum Lavardet gesperrt. Entgegen der Vorschläge vom Hotel sind wir wieder umgedreht und über San Stefano und einem 4,5km Tunnel bis Bagni di Sogna, hier links über Vigo di Cadore/Pinie (N619) auf die Sella Campigotto (1790m). Enge Straße, oft eher schlechter Teer, aber kaum Verkehr, manchmal Kehren und viele schöne Kurven. Einmalige schöne und wilde Gegend, schmale Täler und Schluchten, steil Berge. Viel Wald. Gemischter Nadelwald und viele Lärchen, auch sonst viel Grün.

Zwischen Sella Ciampigotto und Sella di Razzo eine Art Hochebene, umrahmt von Bergen, eine Ecke sah aus wie auf dem Grödner Joch die Cirspitzen. Schöner Blick zum Lago di Sauris. Hinunter über viel schöne Kurven durch Sopra und Sotto di Sauris (schöne, gepflegte Bergorte) zum See. Tolle Farbe. Durch einige Tunnels – der erste war lange 766m, kurvig, finster, nass, aber die Blicke ins Tal waren roll. Hinunter nach Ampezzo (560m), kurz auf die Hauptstraße und bald nach rechts zum Passo de Pura (1425m) hinauf. Viel Wald, wenig Aussicht, nix los und schöne Kurven. Super Auffahrt. Hinunter zum Lago di Sauris, hier nach links und 3km auf Forstweg dem See entlang, dann war Schluss und wir machten Pause. Erste Regentropfen, kaum noch Sonne.

 

Zurück zum sehr hohen Staudamm, der auch nicht sehr breit ist! Weiter zur Sella di Razzo – leider fing es an zu regnen, erst lies es nach, um dann richtig zu schütten. Regensachen an. Weiter über N465 und diverse Dörfer durch das Val Pesarina bis zur N355 bei Comeglian und links Richtung Hotel zurück, noch 25km. Hinauf zur Cima Sappada und nach Sappada zurück. Sauwetter, Blitz und Donner. Noch Sauna, neues Zimmer und Essen. Sind erledigt. Am Lago di Sauris sind auch noch Reste bayerischen Dialekts zu finden, z. B. Mitreikenpoch oder Plotnpoch. Am Staudamm 104,2km, bis zum Hotel noch 45km, 152km

27.07.

Dichte Wolken beim Aufstehen. Regen, nass, sch…. Im Hotel sagten sie, dass das Wetter nach Süden besser wird und später auch hier noch besser werden soll. Also umdisponiert, noch etwas getrödelt und um kurz nach 10.00 Uhr los, schon ohne Regen, leichte Sonnenstrahlen. Durch den Ort zur Tankstelle, mit Bedienung getankt – am Sonntag in Italien! Der Tankwart kannte Bad Tölz und mochte Bayern, nach kurzer Unterhaltung dann um 10.30 Uhr Richtung Cima Sappada los. In den Kurven musste man noch sehr aufpassen. Viel Gegenverkehr in die Berge, vor Forni Avoltri ein Unfall (WoMo vs. Jeep). Wenig Überholmöglichkeiten wegen Gegenverkehr. Bei Comeglians zur 355 Richtung Süden, dann noch mal Richtung Ampezzo, kurz vorher bei Priuso (L500)/Mediis rechts zum Passo di Monte Rest (1060m). Kein Verkehr. Noch nasse Ecken, aber schon gut zu fahren. Kleine Straße, viele Kurven und Kehren.

 

Zuerst über Forca di Priuso wieder hinunter zum noch jungen Tagliamento, aber schon mit stattlichem Flussbett. Hohe Berge, viel Wald, wilde Gegend. Von der Passhöhe nichts zusehen, außer Wald und einer Fata Morgana = See (wo keiner sein kann) nichts. So ein kurzer Blick kann mit der entsprechenden Luft schon täuschen! Durch Tramonti, hier war, wie in den anderen Orten auch, echt was los, mit Bierzelt etc. In anderen Orten war Markt oder sonst was. Der Stausee lag malerisch, haben auch einen netten Pausenplatz am See gefunden. Warm! Wieder ein Stück zurück und dann auf kleinsten Straßen Richtung Tolmezzo. Der See liegt auf 313m. Durch ein schönes, wildes Tal nach Cleva – Sualdin – Gerchia links nach Pielnugo zur Straße Richtung Verzegnis/Tolmezzo. Oft durch Wälder, da war es sehr dunkel, da die Bäume hoch waren bzw. über der Straße zusammengewachsen waren. Manchmal rutschig, mal wieder aus dem Wald mit weitem Blick in Täler und auf Berge. Es erinnerte mich an Frankreich an die Gegend von Utelle im Hinterland von Nizza. Auch die Strecke nach Tolmezzo war toll zu fahren. Trocken und schöne Kurven. Oben auf der Sella Chianzutan (954m) suchten einige von der „Rossifraktion“ offensichtlich nach Fotoecken für spektakuläre Bilder. Die Abfahrt war toll, ist wohl die heimische Motorradstrecke von Tolmezzo.

 

Sind dann auf der N52 über das riesige Flussbett des Tagliamento nach Tolmezzo und Richtung Plöckenpass. Lange gezockelt konnten dann endlich überholen und  ganz toll diese Superstrecke mit idealen Kehren zum Pass hinauf. Das vorläufige Highlight des Tages. Oben ein Eis und wieder runter. Interessant sind manche Kehren, die in Tunnels gepackt sind. Unten angekommen bei Paluzza rechts Richtung Ravascletto. Wir wollten sehen, wie weit wir da den Berg hinauf kommen. Die Abfahrt von der Via Valcalda zur „Strada Panoramica delle Vette“ gut gefunden – ekelhaft spitzer Winkel zum Abbiegen. Aber es ging und dann ging es steil nach oben. Außer „Strada senza Barriera“ kein Hinweis, auch kein Verbot. Also auf kleinster Straße den Berg hinauf. Wald, manchmal trocken, manchmal rutschig, Laub, Nadeln, Straßenabbruch – alles dabei. Und steil hinauf, enge Kehren und Kurven. Aber dann: oben aus dem Wald hinaus, Blick auf die Berge und immer weiter bis zur Schotterpiste. Einmalige Ecke. Der Weg führte am Berg entlang bis auf ca. 1900m hinauf. (Ravascletto liegt auf ca. 950m). Kaum was los, ein paar Autos, ein paar Motorräder. Aussicht pur. Toll. Echtes Highlight, Kälber versperrten den Weg, lustig. Leider bewölkt und keine klare Sicht, aber trotzdem schöne Gegend. Berge bis oben hin grün, wie auch schon vom Plöckenpass zu sehen war. Leider drängte dann auch schon die Zeit und wir fuhren wieder runter, sehr vorsichtig. Wer da so unterwegs war, fuhr auch vorsichtig, keine Irren unterwegs. Runter nun durch Wald, etc. und einem kleinen Dorf = Tualis.

 

Hier hatte man das Gefühl, die Straße endet bald im Vorgarten. Eng und winklig. Irgendwann waren wir dann unten und fuhren dann auf der Karnischen Dolomitenstraße zurück nach Sappada. Man sah jetzt auch die Berge sehr gut. Vor Cima Sappada ein unendlich toller Blick auf die umliegenden Berge – Mt. Siera, Creta Ferada, M. Cimon , Monte Pleros, alle so um die 2400m hoch, steile Wände, schöne Berge. Um 18.30 Uhr am Hotel angekommen und ziemlich schweißgebadet. Der Tag war schon gut warm gewesen. Schnell geduscht und gut gefüttert sitzen wir jetzt und planen (leider schon wieder) die Heimfahrt. 270km

28.07.

Dichter Morgennebel, aber alles trocken. Gestern Abend war noch starker Regen. Gepackt, gut gefrühstückt, Motorräder bepackt (Volker hat den Schlüssel an der BMW stecken lassen, nicht etwa, dass wir nicht zuvor ein wenig im Zimmer gesucht hätten…), bezahlt und um ca. 09.45 Uhr los. Schönes Wetter mittlerweile. Sappada – Borgata Mare auf die SS30 den Berg hinauf, über Costalta und Costalissoio am Berg entlang wie ein Balkon, wieder zum Passo San Antonio und nach Auronzo di Cadore hinunter. Weiter nach Cortina d’Ampezzo bzw. zuerst zum Misurinasee. Zinnen in Wolken. Leute aus Betzdorf/NRW getroffen und noch mit einem Österreicher über den bekloppten Honda-Hauptständer gefachsimpelt.

 

Weiter über den Tre Croci, hier wieder den Holländer aus dem Hotel mit dem alten Aston Martin Cabrio getroffen und weiter auf den Giaupass. Wie immer toll zu fahren. Insgesamt mehr los, als in der Gegend um Sappada. Über Selva di Cadore (12.15h, viel Zeit zum Tanken verbraucht) und die „gerade“ Strecke mit tollem Blick auf die Civetta über Caprile nach Alleghe und N203 bis Agordo, hier ab über den Forcella Aurine (1299m), Gosaldo (988m), Passo di Cereda (1369m), Imer und Passo di Gobbera (988m) nach Canal San Bovo und auf den Passo di Brocon (1615m). Schöne Fahrt und nicht so viel los. Hinunter nach Strigno und wieder hinauf zum Passo di Manghen (2047m). Böse Wolken erwarteten uns hier, also nur ganz kurze Pause. Leichter Regen begleitete uns bis ins Tal, hier war es wieder trocken.

 

Über Cavalese auf das Lavazejoch (1805m) und runter und rauf nach Welschnofen. „Gutschein“ getankt + 5€(hatten keinen10er oder 20er Scheine mehr, und 50€ wäre zuviel gewesen an diesem Tankautomat). Wieder runter durchs Eggental, und dann sinnlosen Ausflug über Ritten – Sarntal (dicke Gewitterwolken voraus, Regensachen an, trotzdem bald Umkehr, es sah einfach zu übel aus und ich wollte nicht im Gewitter über das Penser Joch fahren) – Bozen (im Regenzeug, kaum 30°, tolle Sache) und dann in 1 Std. 15 Min auf den Brenner. Manchmal Regen. Tanken mit EC-Karte (das ging an der anderen Tankstelle nicht). Weiter um 20.00 Uhr, gelegentlich nass. Es geht gut voran, zu Hause ist es weitgehend trocken um 22.30 hier angekommen. Ziemlich erledigt, 610km

Gesamt: 1397km