Südtirol – Penserjoch

25. – 27.06.2010

25.06.

Abends noch nach Südtirol aufs Penserjoch. Sind um 18.00h los, leider geht mein Funkgerät immer an und hinter Königsdorf drehen wir um und holen das alte. Also los um 18.45h, gut warm, leider geht auch das andere immer an, also Geräte aus, kein Funk. Noch einiges los auf der B11, aber Kesselberg zur Hälfte frei, schöne Kurven. Aussichtskurve voll besetzt. 4 Womos vor uns, alle (zugegeben widerrechtlich, aber mit 30,40km/h hinter einem alten, rauchenden Diesel herzufahren ist grausam, vor allem kann einem da schon schlecht werden) überholt, kurze Pause vor Wallgau und dann durch bis Brenner. Am Ende des Zirler Berges 28000km auf meiner BMW. Langsam wird es kühl. Tanken und um 21.30h waren wir oben. Wind bläst, auf 2211m ist es doch recht frisch. Nettes, einfaches Zimmer, Etagen WC und Dusche. Essen ganz gut und wir beschließen spontan, auch die 2. Nacht hier zu bleiben. Der Komfort ist nicht hoch, aber dafür hat man hier die Einsamkeit und Ruhe der Berge, wenn am Abend die Tagestouristen weg sind. 177km

Pässe: Kesselberg, Zirler Berg, Brenner, Penserjoch

 

26.06.
Pässetour. Nach für mich kurzer Nacht, italienischem Frühstück mit echtem Kaffee um 9h los, noch nicht sehr warm. Nach 1km fetten Brummer erledigt, halten und Visier putzen. Hinunter nach Sterzing, über Brixen aufs Würzjoch. Wetter: Sonne und Wolken, im Tal bereits warm. Oberhalb Brixen Fleece ausgezogen. Stativ an Volkers BMW montiert. Die Kamera hat das Würzjoch, die Sellarunde und den Giau hinauf aufgenommen, dann war der Akku alle. Das Plastikstativ hält gut. Die Gegend ist im sommerlichen grün auch sehr schön, vor allem die Straßen waren trocken. Es ist gut was los, viel Motorräder und noch mehr Fahrräder (wie wir später erfahren haben, war heute der Tag des Giro Dolomiti). Pause nach der Würzjochpaßhöhe etwas weiter unten. Runter ins Gadertal, von da an war viel los. Vor Corvara Kamera wieder an, ab hier mit Fahrrädern und Motorrädern überlaufen. Trotzdem schöne Umgebung, man könnte ständig stehenbleiben und Bilder machen. Grödnerjoch war voll, ebenso Sella und Pordoi. Der Fahrgenuß war schon etwas reduziert. Von Arabba bis zur Auffahrt zum Giau (über Colle San Lucia) war nicht so viel los, aber dann! Zahllose Radfahrer  fahren leider so, als gehörte Ihnen die Strasse. Direkt vor mir fuhr eine in der Kehre plötzlich  in die Mitte quer, viel hätte nicht gefehlt, dann hätte ich sie überfahren. Wir fahren selber viel mit dem Mountainbike, aber nie in selbstmörderischer Absicht, so wie die heute auf den Pässen. Einem Motorradfahrer direkt vors Vorderrad zu fahren, kann für beide tödlich enden. Oben auf dem Paß war gut was los, und dann kamen noch zwei Motorradgruppen, die haben echt für Chaos gesorgt. Sehr unterhaltsam. Sind dann schnell los, runter zum Falzarego, rauf – immer begleitet mit Fahrrädern etc. Die hatten auch noch Begleitmotorräder, eigentlich alles Chaos. Man musste schon sehr aufpassen. Weiter zum Valparola – da stand heute ein Alpino vor dem Museum in Originaluniform. Porsche Club rollt an. Schöne Gegend. Runter St. Cassian – St.Martin in Thurn und wieder aufs Würzjoch, kurze Pause, schöne Aussicht, und weiter übers Würzjoch ins Villnösstal. Die Gegend ist wildromantisch wunderschön, einmalig. Kleine Straßen. Weniger los als noch in den großen Dolomiten am Valparola. Durchs Villnößtal – Klausen – Waidbruck, rechts hinauf nach Barbian – Klobenstein – Sonnenbalkon über dem Eisacktal – Ritten – Sarntal – Penserjoch, ca. 18.40h, Etagendusche, Abendessen. Die absperrbaren Einzelduschen sind sauber. Schnitzel gegessen, ein paar Biere, Unterhaltung mir Wirtin über Energiebedarf hier oben, merkwürdige Type will morgen eine Überquerung machen. Wirtin sagt, dass letzten Sonntag 40cm Neuschnee lag, Verwehungen, und im Mai der Schneepflug 18x fahren musste, es war also auch übles Wetter hier. Trotzdem ist es traumhaft hier, richtig friedlich. 373km

Pässe: Penserjoch – Würzjoch – Grödnerjoch – Sellajoch – Pordoijoch – Colle San Lucia – Passo di Giau – Passo di Falzarego – Valparola – Würzjoch – Ritten – Penserjoch

 

27.06. 
Riesentour.Super Wetter, Sonne ohne Wolken. Nach für mich leider wieder sehr kurzer Nacht und italienischem Frühstück gezahlt, noch kurz auf den Gipfel hinter dem Haus und um 9h los. Schnell in Bozen unten, nur 30Min. Das Sarntal ist einfach sehr schön und sehr gepflegt. In Bozen den Weg Richtung Meran gesucht, etwas verfahren, gefunden, aber das ist in Bozen einfach nervig: die Beschilderung ist bescheiden. Das nächste mal fahren wir nur noch die Hauptstraße. Um 10h waren wir hinter Bozen, bald auf dem Mendelpass. Hier war auch viel los. Nonstal – Val di Sole – Tonale 12h. In Cagno bzw. vorher sind auch schöne Pausenplätze. Weiter zum Gavia: Hölle los, Wahnsinn, Pause um 12.45 oben. Herrliches Panorama und warm. Runter Bormio (in dieser Richtung ist die Straße streckenweise sehr schlecht) – rauf Stilfser Joch, weniger los, guter Platz oberhalb der Hütte beim Wasserfall. Umbrail runter. 14h Umbrailpaß – 2 zu Rennautos aufgemotzte Renault/Porsche überholen uns. Wie überall heute – viele Radfahrer (wie wir später erfuhren, war heute der Tag des 3-Länder-Rennens). Aussicht oben toll. Sta. Maria – Ofenpaß – kurze Pause – wenig los (die angekündigten Behinderungen durch das Radrennen waren schon vorbei) – Zernez – Engadin – Samnaun tanken und Kaffee trinken. 17h weiter. Prutz – Piller Höhe – Telfs – Buchner Sattel – Kesselberg – heim, an 19.30h. Toller Tag, aber es reicht. Viele schöne Berge, oft schöne alte Autos, alles gut gegangen. Super Mammuttour.

Pässe: Penserjoch, Mendelpass, Tonalepass, Gavia, Stilfserjoch, Umbrail, Ofenpass, Samnaun, Piller Höhe, Buchner Sattel, Kesselberg, Tagesetappe 538km

 

Gesamt 1088km